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Automatisierung in der Gebäudereinigung: Bundesbeschaffung GmbH (BBG) und IÖB-Servicestelle suchen innovative Reinigungsroboter

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03.08.2017
  • Wien (BMWFW) - Die Bundesbeschaffung GmbH (BBG) nimmt im Bereich der Vergabe von Reinigungsdienstleistungen seit mittlerweile mehr als 15 Jahren eine Vorreiterrolle am österreichischen Markt ein. Nun wendet sie sich einem weiteren Zukunftsthema zu: Reinigungsrobotern. Solche innovativen Arbeitsmaschinen sollen die Kunden bald in der BBG-Produktpalette finden. Bis 15. August ist auf www.innovationspartnerschaft.at eine Open Innovation Challenge ausgerufen, damit diese Absicht Realität wird. Startups, etablierte innovative Unternehmen und Händler sind aufgerufen, ihre Reinigungsroboter ins Rennen zu schicken.

  • Unterstützung erhält die BBG dabei von der IÖB-Servicestelle (innovationsfördernde öffentliche Beschaffung). Die IÖB-Servicestelle ist ein von BMWFW und bmvit initiiertes Projekt. Die Innovationsexperten der Servicestelle betreiben die Plattform www.innovationspartnerschaft.at, bieten Institutionen der öffentlichen Verwaltung in ganz Österreich Beratungsworkshops und Schulungen zu innovativer und nachhaltiger Beschaffung. Finanzielle Unterstützung gibt es durch den IÖB-Projektwettbewerb, für den öffentliche Beschaffer noch bis Ende September innovative Einkaufsprojekte einreichen können.

  • "Nachdem unsere Ausbildungsoffensive in der Gebäudereinigung bereits sichtbare Erfolge am Markt gebracht hat, wenden wir uns nun dem aus unserer Sicht zukunftsträchtigem Thema der Automatisierung. Wir gehen davon aus, dass Innovationen im Reinigungsbereich in den kommenden Jahren einen maßgeblichen Einfluss sowohl auf die Organisation als auch auf die Kostenentwicklung von Dienstleistungen haben werden", sagt Gunther Weber, Fachbereichsleiter Facilities und Arbeitswelten der BBG. Da gilt es am Ball zu bleiben. Die gemeinsame Vision für die Open Innovation Challenge ist nun, dass autonome Maschinen erstklassige Reinigung auf geeigneten Flächen in Ämtern, anderen öffentlichen Gebäuden oder ausgelagerten Unternehmen von Bund, Ländern und Gemeinden übernehmen: Sobald der letzte Sportler die Turnhalle oder der fleißigste Student die Bibliothek verlassen haben, beginnt der Roboter selbstständig oder zentral dazu aufgefordert, seine Arbeit. Er reinigt Böden zuverlässig, autonom und vor allem dann, wenn menschliche Reinigungskräfte schwer verfügbar sind - wie beispielsweise nachts oder an Feiertagen.

  • Jasmin Berghammer, Leiterin der IÖB-Servicestelle: "Mit ihrer Challenge zu Robotik in der Reinigung nutzt die BBG den Open Innovation Ansatz unserer Plattform. Diese bildet die ideale Brücke zwischen öffentlichen Institutionen und innovativen Unternehmen und Startups. Wenn beide Seiten zusammenarbeiten, machen wir die öffentliche Verwaltung innovativer, moderner und effizienter."

  • Eine Jury wird Anfang September den Sieger oder die Siegerin der Roboter-Challenge küren. Die besten Lösungen diskutieren die Einreicher anschließend bei einem Innovationsdialog mit der BBG und ausgewählten Beschaffungsverantwortlichen öffentlicher Institutionen. Für Unternehmen ist die Challenge eine einmalige Gelegenheit, die Verwaltung als Kunden auf sich aufmerksam zu machen und Rückmeldungen auf ihr Angebot zu bekommen. Der Spezifikation von einsatzbereiten Reinigungsrobotern winkt zudem allenfalls die Aufnahme in die Ausschreibung der BBG für Reinigungsmaschinen, -materialien und -geräte. Und dies ist kein geringer Anreiz, sich der Challenge zu stellen. Immerhin können über 2.000 öffentliche Organisationen Reinigungsmaschinen und Reinigungsmaterialien von der BBG beziehen.

  • Website des Projekts: http://go.apa.at/XoHaImwu

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