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FWF-Präsident Tockner begrüßt Zukunftsoffensive für Forschung, Technologie und Innovation

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30.08.2018
  • Wien (FWF) - Am Mittwoch, dem 22. August wurde von den Bundesministern Heinz Faßmann (BMBWF), Margarete Schramböck (BMDW) sowie Norbert Hofer (BMVIT) im Ministerrat eine Zukunftsoffensive für Forschung, Technologie und Innovation präsentiert. Der zum Beschluss vorgelegte Ministerratsvortrag basiert auf dem Regierungsprogramm, der diesen Themenschwerpunkt bereits beinhaltet hat. Die Umsetzung des Regierungsvorhabens wird mit dem Vortrag nunmehr von den drei Ministern gemeinsam konkretisiert. Bereits im Frühjahr 2019 sollen auf einem erstmals stattfindenden FTI-Gipfel die ersten Ergebnisse präsentiert werden.

  • FWF bewertet Zukunftsoffensive sehr positiv

  • FWF-Präsident Klement Tockner bewertet den gemeinsamen Vorstoß der drei Ministerien äußerst positiv. Vier Gesamtziele gilt es mittels des im Ministerratsvortrag definierten Maßnahmenpakets nachhaltig zu verfolgen:

    *   Positionierung des Forschungslands Österreich als eines der
    führenden Länder in Europa in den Bereichen Forschung, Ausbildung und
    Innovation
    *   Ausbau einer konkurrenzfähigen Forschungskultur, die Exzellenz
    nach internationalen Standards vorantreibt und wissenschaftliche
    Freiräume sichert
    *   Stärkung der Profilbildung in der Forschungslandschaft und
    Schaffung vermehrter Kooperationen zwischen Disziplinen und
    Institutionen
    *   Gewinnung und Halten der besten und kreativsten Talente durch ein
    wissenschaftsaffines Forschungsumfeld und attraktive
    Karriereperspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs
  • Im Gegensatz zur aktuellen FTI-Strategie 2020, bei der doch einiges auf der Strecke blieb, sieht der FWF-Präsident bei der nunmehr vorgestellten Initiative im gemeinsamen Vorgehen, der Einbeziehung auch des Finanzministeriums sowie der klaren Aufgabenverteilung wesentliche Verbesserungen. "Mit der Zukunftsoffensive, wird eine Forschungskultur befördert, die Spitzenforschung und Innovation nach höchsten internationalen Standards vorantreiben will – wie sie etwa in Ländern wie der Schweiz oder den Niederlanden bereits gelebt wird. Als Förderungseinrichtung schafft insbesondere der FWF wettbewerbliche Rahmenbedingungen, die fairen, transparenten und höchsten internationalen Standards entsprechen. So stehen die von uns geförderten Forscherinnen und Forscher für wissenschaftliche Exzellenz", betont Tockner abschließend.

  • Übersicht der fünf Maßnahmen im Bereich Forschung, Technologie und Innovation (FTI)

  • 1) Erarbeitung einer FTI-Strategie 2030: Da der Wirkungszeitraum der aktuellen FTI-Strategie mit 2020 endet, wird eine neue Strategie, basierend auf den Prinzipien Exzellenz und Wettbewerb sowie Impact und Offenheit, erarbeitet. Diese soll unter anderem auf den Erkenntnissen des laufenden FTI-Review der OECD aufbauen.

  • 2) Exzellenzinitiative: Zur gezielten Stärkung und Weiterentwicklung der kompetitiven Grundlagenforschung in Österreich soll eine Exzellenzinitiative etabliert werden, um Spitzenforschung zu fördern.

  • 3) Forschungsfinanzierungsgesetz: Den Forschungs- und Forschungsförderungseinrichtungen soll eine bessere Planungssicherheit gegeben und die Zusammenarbeit mit den Ministerien noch effizienter gestaltet werden.

  • 4) Zusammenlegung der Räte RFTE, ÖWR und ERA-Council Forum: Aus einer Zusammenlegung des Rates für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE), des Wissenschaftsrates (ÖWR) und des ERA Council Forums soll nach internationalem Vorbild ein neues Beratungsgremium der Bundesregierung eingerichtet werden.

  • 5) Forschungsförderungsdatenbank: Auf Empfehlung des RFTE soll eine österreichweite Forschungsförderungsdatenbank aufgebaut werden, die agenturübergreifend eine Übersicht der öffentlich finanzierten Forschungsförderung ermöglicht.

    Rückfragehinweis:
       FWF - Der Wissenschaftsfonds
       Marc Seumenicht
       Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation
       +43-1 505 67 40 - 8111
       marc.seumenicht@fwf.ac.at
       www.fwf.ac.at
  • Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1489/aom

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