Dossier

5
Dossier

Frauen und Technik – Leichtfried startet Förderung für gendergerechte Forschungsprojekte

Dossier

28.09.2017
  • Wien (BMVIT) - Infrastrukturminister Jörg Leichtfried hat eine Förderschiene für Projekte, die geschlechterspezifische Aspekte in Forschung und Technologie beleuchten, gestartet. Für das Programm "FEMtech Forschungsprojekte – Gendergerechte Innovation" werden 2,4 Millionen Euro bereitgestellt. Ziel ist, bei der Entwicklung neuer Technologien die unterschiedlichen Lebensrealitäten und Bedürfnisse von Frauen und Männern besser zu berücksichtigen. So ermöglichen etwa Untersuchungen zu geschlechterspezifischen Fahrverhalten und Risikoeinschätzung, Assistenzsysteme von Autos entsprechend weiter zu entwickeln. Damit wird dazu beigetragen, Verkehrsunfälle zu vermeiden. Das Infrastrukturministerium fördert Frauen in Forschung und Technik mit insgesamt rund €7 Millionen Euro im Jahr.

  • "Unser Ziel ist, neue Technologien besser auf die Bedürfnisse von Frauen und Männern auszurichten, etwa Assistenzsysteme in Autos sicherer und komfortabler zu machen. Das bringt einen doppelten Nutzen: Wir eröffnen damit neue Marktpotenziale für heimische Betriebe. Und wir sorgen für mehr Lebensqualität bei den Österreicherinnen und Österreichern. Damit tragen wir dazu bei, unsere Gesellschaft gerechter zu machen", so Leichtfried.

  • Die neue Ausschreibung ist Teil des Förderprogramms "Talente nützen: Chancengleichheit" um Frauen in der Technik zu fördern. "Nach wie vor finden zu wenige Frauen ihren Platz in der Forschung. Wir können es uns aber nicht leisten, auf das Potential von Frauen in Naturwissenschaft und Technik zu verzichten. Mit unseren Förderprogrammen wie etwa dem FemTech-Praktikum erleichtern wir gezielt Studentinnen den Sprung in die Forschung in heimischen Unternehmen. Damit tragen wir dazu bei, dass Frauen in der Wissenschaft besser Fuß fassen", erklärt Leichtfried.

  • Die zunehmende Digitalisierung unserer Gesellschaft macht Forschung sowie umfassende Kenntnisse in den sogenannten MINT-Fächern immer wichtiger, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Allein in Österreich rechnen Arbeitsmarktservice (AMS) und Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) bis 2020 mit bis zu 40.000 neuen Arbeitsplätzen im sogenannten MINT-Bereich. Derzeit liegt der Frauenanteil am wissenschaftlichen Personal im gesamten F&E Bereich bei rund 24%.

  • Service:

  • Die Ausschreibung findet sich online unter [https://www.ffg.at/veranstaltungen/alles-rund-um-femtech-forschungsprojekte]

    Rückfragehinweis:
    Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
    Sophie Lampl, Pressesprecherin des Bundesministers
    +43 (0) 1 711 6265-8014
    sophie.lampl@bmvit.gv.at
    www.bmvit.gv.at
  • Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/47/aom

  • *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

STICHWÖRTER
Forschung  | Politik  | Technologie  | Frauen  | Gender  |

Dossier

Seit Jahrhunderten haben Männer dem Wissenschaftsbetrieb ihren Stempel aufgedrückt. Einzelne Pionierinnen wie Marie Curie oder Hedy Lamarr setzten sich gegen alle Widerstände ...

Gastkommentare

"Der Quotenfrau bin ich noch nicht begegnet"
von Ruth Breu
Leiterin des Instituts für Informatik der Universität Innsbruck
"Chancengleichheit geht uns alle an"
von Rita Kremsner
Austrian Cooperative Research (ACR)
"Lara Croft vs. Indiana Jones. Oder: Zur Chancengleichheit in archäologischen Wissenschaften"
von Julia Budka
Professorin für Ägyptische Archäologie und Kunstgeschichte an der LMU München
"Notwendige Förderung oder unzulässige Privilegierung?"
von Karin Neuwirth
stellvertretende Institutsvorständin Institut für Legal Gender Studies
JKU
"Wissenschafterinnen gestern und heute: Barrieren und Chancen"
von Brigitta Keintzel
Research Fellow im Elise-Richter-Programm des FWF am Institut für Philosophie der Uni Wien

Hintergrundmeldungen

Exzellenz ohne Netzwerk und Mentoren ist zu wenig © APA (dpa)

Kann nur ein Mann? Wie man Vorurteilen das Wasser abgräbt

Während an den technischen Universitäten Österreichs Frauen inzwischen ein ...
Größte Gruppe an Forscherinnen bilden die 26- bis 35-Jährigen © APA (AFP)

Frauen in außeruniversitärer Forschung im Kommen

Der Frauenanteil in der außeruniversitären naturwissenschaftlich-technischen ...
Trotz zahlreicher Aktivitäten keine Veränderung © APA (Fohringer)

Industrie hinkt bei Forscherinnen-Anteil noch weit hinterher

Wieso ist der Anteil der weiblichen F&E-Beschäftigten in heimischen Unternehmen ...
Bei Konstruktion von Gurten wurde lange nicht an Frauen gedacht © APA (Techt)

"Gendered Innovation" - Neue Chancen durch erweiterte Perspektive

Anschnallen reduziert das Risiko, bei einem Autounfall schwere Verletzungen zu ...
Frauen sind noch immer von Prekarisierung betroffen © APA (Jäger)

Studie: Viele Unis setzen Gleichstellung zögerlich um

Sehr unterschiedlich und oft zögerlich bis widerständig setzten Universitäten ...
Kautzky-Willer hat den "Schub" mitgenommen © APA (Neubauer)

Kautzky-Willer: "Ohne gesetzliche Vorgaben wäre nichts passiert"

Als Österreichs erste Professorin für Gendermedizin an der Medizinischen ...
Vorbilder, auch historische wie Kernphysikerin Lisa Meitner, wirken © Uni Wien/derknopfdruecker.com

FEMAC: Gruppenerfahrung nützt individueller Karriereplanung

An der Universität Wien läuft der erste Durchgang des dreisemestrigen, auf ...
FEMtech-Expertinnen des Monats © Screenshot femtech.at

FEMtech: Kampf für Chancengleichheit noch nicht gewonnen

Chancengleichheit und faire Rahmenbedingungen für Frauen in Forschung und ...

Technisches Museum Wien macht Pionierleistungen von Frauen sichtbar

Frauen haben in der Geschichte immer wieder mit Pionierleistungen zum technischen Fortschritt beigetragen, in der öffentlichen ...
Online-Plattform als Anlaufstelle für technikinteressierte Mädchen © APA (Techt)

Frauen in Technik-Berufe: Infrastrukturministerium fördert mit 7 Mio.

Mädchen und Frauen sind in Österreich in technischen Berufen stark ...

Mehr zum Thema