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Entwicklung des Uni-Personals © APA (Hirsch)
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Unis setzen immer weniger auf Stammpersonal

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22.08.2017
  • Wien (APA) - Die Universitäten setzen bei ihren wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeitern verhältnismäßig immer weniger auf Stammpersonal. Vielmehr greift man stärker auf Lektoren und über Drittmittel finanzierte Wissenschafter zurück, zeigen Daten des Wissenschaftsministeriums.

  • 2005 waren an den Unis noch 29.100 Personen (Kopfzahl) als wissenschaftliches bzw. künstlerisches Personal beschäftigt. Davon zählten rund 13.600 zum Stammpersonal, das sind 47 Prozent. 2016 waren nur noch 39 Prozent (15.400) der insgesamt 39.000 Personen Stammpersonal.

  • Ein ähnliches Bild ergibt sich, wenn man die Entwicklung der Zahl der über Drittmittel finanzierten Forscher betrachtet. Seit 2005 stieg deren Zahl von 5.800 auf 9.200. Das ergibt ein Plus von knapp 60 Prozent. Selbst wenn man nur die Vollzeitäquivalente betrachtet, beträgt der Anstieg rund 27 Prozent (von 4.800 auf 6.100).

  • Im gleichen Zeitraum wuchs zwar auch das wissenschaftliche Stammpersonal - von 13.600 auf 15.400 (Köpfe) bzw. von 11.900 auf 13.400 (Vollzeitäquivalente). Das ist aber lediglich ein Plus von jeweils rund 13 Prozent, also nur ein Viertel bzw. die Hälfte des Werts bei den Drittmittelforschern.

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