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Keine optimale Vorbereitung der Jungpädagogen © APA (dpa)
Keine optimale Vorbereitung der Jungpädagogen © APA (dpa)

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AHS-Lehrervertreter wollen raus aus der "Sackgasse" Induktionsphase

28.11.2018

Die ÖVP-nahen AHS-Lehrervertreter von der Österreichischen Professoren Union (ÖPU) fordern von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in einem Offenen Brief ein Umdenken bei der Induktionsphase. Diese hat als Teil der neuen Lehrerausbildung das Unterrichtspraktikum an den AHS und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen abgelöst. Die ÖPU vergleicht sie allerdings mit einer "Sackgasse".

Aus Sicht der ÖPU ist im Rahmen der Induktionsphase keine optimale Vorbereitung der Jungpädagogen möglich: Beim bisherigen Unterrichtspraktikum hätten Junglehrer bei reduzierter Lehrverpflichtung zwei "fachlich kompetente" Betreuungslehrer zur Seite gehabt, die für deren Begleitung Zeit und Verantwortung hätten. Bei der Induktionsphase würde der Lehrer hingegen "irgendeine Lehrkraft als Mentor genannt bekommen, die für ihn kaum Zeit hat, nur teilweise fachlich kompetent ist und sich dementsprechend auch wenig verantwortlich fühlt".

Der ÖPU-Bundeskongress berichtet auch von "vielen verzweifelten Hilferufen" von Lehramtsstudenten: In der Induktionsphase müssten angehende Junglehrer Bildungstheorien auswendig lernen oder Leitbilder und Schulhomepages analysieren anstatt von der Unterrichtserfahrung anderer zu profitieren - sofern die Uni überhaupt ausreichend Plätze zur Verfügung stellen könnten.

Die ÖPU setzt jedenfalls "große Hoffnungen darauf, dass Ihnen wie uns die optimale Vorbereitung zukünftiger PädagogInnen auf ihr Berufsleben ein großes Anliegen ist", appellieren die Lehrervertreter an Faßmann, zum alten Modell der Berufseinführung zurückzukehren.

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