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Anglistin Sarah Herbe erhält Helene Richter Preis

10.10.2018

Die Habilitationsschrift "Love the author, and me for bringing you acquainted: Paratextual Life-Writing in English Poetry Books, 1563-1777" der Salzburger Anglistin Sarah Herbe wurde im Rahmen der Jahrestagung des deutschen Anglistenverbandes am 24.9. in Bonn mit dem Helene Richter Preis ausgezeichnet.

Der Preis wird jährlich an eine hervorragende literaturwissenschaftliche Monographie vergeben.

In ihrer Habilitationsschrift, fertiggestellt 2017, untersuchte Sarah Herbe, Assoziierte Professorin am Fachbereich Anglistik und Amerikanistik, anhand der Analyse von mehr als 600 Lyriksammlungen wer (Buchhändler, Dichter, Familienmitglieder...) welche biographischen Details über den Dichter oder die Dichterin in welcher paratextuellen Form (Titelseite, Vorwort, Lobgedicht, Briefe an die Leser...) preisgab, welchem Zweck diese Informationen dienten und welche Verbindungen zwischen AutorIn und Werk hergestellt wurden. Die Arbeit betont die zentrale Rolle der Buchhändler für die Darstellung von AutorInnen im 17. und 18. Jahrhundert und zeigt etwa, dass biographische Details bereits in der Renaissance Teil der Vermarktungsstrategie von Lyriksammlungen waren.

In ihrer Laudatio hob Prof. Sabine Volk-Birke, die Vorsitzende der Jury, das gelungene Zusammenspiel differenzierte Detailanalysen und kultureller Kontextualisierung der Lyriksammlungen hervor und betonte den innovativen und interdisziplinären Ansatz, in dem sich "die Philologie mit ihren sorgfältigen close readings mit der Buchwissenschaft" als auch mit der Literaturgeschichte, der Kulturwissenschaft sowie statistischen Erhebungen trifft. Die Jury kam zu dem Schluss, dass "diese innovative, multidisziplinäre Untersuchung [...] sowohl methodisch wie inhaltlich in Zukunft einen unverzichtbaren Bezugspunkt für die weitere Forschung zu Paratexten wie zum life-writing darstellen" wird.

Mit der von Herrn em. Prof. Dr. Dr. h.c. Franz Karl Stanzel gestifteten Auszeichnung soll die Erinnerung an die anglistische Privatgelehrte Helene Richter, die 1942 im Konzentrationslager Theresienstadt ums Leben kam, wachgehalten werden.

Siehe http://www.anglistenverband.de/foerderpreise/stiftung-helene-richter

Kontakt:
Assoz. Prof. Dr. Sarah Herbe
FB Anglistik und Amerikanistik
Universität Salzburg
Erzabt-Klotzstraße 1
Tel: 0043 662 8044-4402
E-Mail: mailto:sarah.herbe@sbg.ac.at

Quelle: Newsletter der Universität Salzburg vom 10.10.2018

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