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Arbeiterkammer lobt Regierung für Paket zur Lehrlingsförderung

29.11.2018

Die Arbeiterkammer hat das von der Bundesregierung beschlossene Paket zur Lehrlingsförderung begrüßt. "Das ist ein wichtiger erster Schritt, um auch Unternehmen bei der Fachkräfteausbildung in die Pflicht zu nehmen", erklärte AK-Präsidentin Renate Anderl in einer Aussendung.

Jetzt sehe auch die Regierung ein, dass die Unternehmen mehr Verantwortung übernehmen müssten, statt ständig über den angeblichen Fachkräftemangel zu jammern, so Anderl. Gleichzeitig warnte sie davor, Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben: "Erstens haben wir in Österreich genug Jugendliche und Arbeitssuchende, die von den Unternehmen nur entsprechend ausgebildet werden müssen. Zweitens wissen wir aus Erfahrung, dass diese Praxis den Druck auf die Löhne in Österreich erhöht."

Grundsätzlich positiv sieht Anderl die Charta zur Selbstverpflichtung von Unternehmen, Jugendlichen in der überbetrieblichen Lehre Praktikumsplätze anzubieten. Den Vorschlag der Regierung, Asylberechtigte und Arbeitslose auf eine Lehre vorzubereiten, hält die AK-Präsidentin für sinnvoll. Erklärungsbedarf gibt es laut Anderl bei der Ankündigung, die Förderung für die Vermittlung von Lehrstellensuchenden von 10 auf 20 Millionen Euro aufzustocken. Bis jetzt sei nämlich völlig unklar, wofür das Geld in diesem Fördertopf eigentlich verwendet wird.

Beim Thema Finanzierung der Lehrstellenförderung gibt es demnach zwischen Regierung und AK bisher ebenfalls keinen Konsens. Die bisherige Finanzierung der Lehrstellenförderung soll laut Regierungsprogramm abgeschafft werden. Bisher wurde diese Förderung aus Arbeitgeberbeiträgen zum Insolvenzfonds gedeckt. Künftig soll dieser Betrag aus der Arbeitslosenversicherung bezahlt werden. "Damit werden schon wieder die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Kassa gebeten werden, obwohl sie für den Lehrstellenmangel nicht verantwortlich sind. Das lehnen wir ab", bekräftigte Anderl.

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