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Aslan-Studie - Stadt bekräftigt Kritik, VP-Blümel will Entschuldigung

08.11.2017

Sowohl Rote als auch Schwarze sehen sich in Wien durch den Prüfbericht zur Islamkindergarten-Studie von Ednan Aslan bestätigt: Der für Kindergärten zuständige Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) verwies auf "grobe Mängel" der Expertise und beklagte die Instrumentalisierung der Studie durch die Politik. Die ÖVP hingegen forderte eine deutliche Entschuldigung bei Aslan.

"Das heute präsentierte Ergebnis der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität (OeAWI) zur Kindergarten-Studie belegt im Grunde das, was wir immer gesagt haben: Die Studie weist schwere Mängel auf, die Kommission übt deutliche Kritik an der wissenschaftlichen Güte und spricht auch von Einflussnahme des Ministeriums", beklagte der Stadtrat. Dass mit Fakten aus dieser Studie Politik und Stimmung gemacht worden sei, sei "umso bedenklicher".

Czernohorszky begrüßt Ruf nach klaren Regeln

Wien sei es immer wichtig gewesen, das Thema auf der Basis von qualitativ abgesicherten Fakten zu diskutieren. Deshalb habe man auch eine "weit umfassendere Studie" dazu beauftragt, betonte Czernohorszky: "Insgesamt ist der Ruf der Universität nach klaren Regeln bei der Kooperation mit staatlichen Stellen sehr zu begrüßen. Gerade die Vorgänge rund um diese Studie haben gezeigt, dass die Rollen von Politik und Wissenschaft klar getrennt werden müssen."

Auch für den Wiener ÖVP-Chef Gernot Blümel ist das Ergebnis des Prüfberichts "eindeutig", wie er in einer Aussendung befand: "Es gab kein wissenschaftliches Fehlverhalten. Damit ist eine umgehende und deutliche Entschuldigung von Bürgermeister Häupl bei Professor Ednan Aslan fällig", forderte er. Häupl habe Aslan klar eine Fälschung vorgeworfen. Tatsächlich, so stehe nun fest, habe weder eine Manipulation noch wissenschaftliches Fehlverhalten stattgefunden.

"Nun muss die Zeit der rot-grünen Ausreden und Ablenkungsmanöver vorbei sein. Jetzt geht es darum, dass Rot-Grün endlich die tatsächlichen Probleme in Wiens Kindergärten anpackt und die gefährliche Entwicklung von Parallelgesellschaften unterbindet", forderte Blümel: "Islamische Kindergärten in Wien, die Abschottung fördern und Integration verhindern, dürfen von Rot-Grün nicht länger geleugnet und damit gedeckt werden. Das ist unverantwortlich und fahrlässig."

Die Prüfkommission hat am Mittwoch ihre Ergebnisse präsentiert. Dem Autor der Studie sei kein wissenschaftliches Fehlverhalten nachzuweisen, wurde dabei betont. An den Ergebnissen wurde ebenfalls nicht gerüttelt. Kritik gab es aber teilweise an der Qualität der Expertise bzw. des Abschlussberichts. Auch die Zusammenarbeit mit dem Außen- bzw. Integrationsministerium wurde thematisiert. Es sei dabei in einigen Fällen zu "Inhaltsverschiebungen" gekommen, die nicht immer wissenschaftlich nachvollziehbar seien, wie es hieß. Aslan habe jedoch betont, dass die Änderungen auf seinen Auftrag hin vorgenommen worden seien.

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