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Ausschreibungsverfahren für FH-Ausbau in St. Pölten wird widerrufen

12.09.2018

Die Ausschreibung für den Ausbau der Fachhochschule (FH) St. Pölten soll widerrufen werden. Der Angebotspreis im bisherigen Verfahren liegt aus Sicht der Stadt weit über den von Experten berechneten Errichtungskosten, bei Nachverhandlungen wurde keine Einigung erzielt. Beschlossen werden soll der Widerruf vom Gemeinderat am 24. September, sagte Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ).

Bereits im Juni wurde im Gemeinderat darüber beraten, dass sich an der Ausschreibung für den FH-Zubau nur ein Bieterkonsortium beteiligt hatte, das nach Meinung der Stadt St. Pölten ein zu hohes Angebot abgab. Bei Nachverhandlungen mit dem Konsortium konnte keine Einigung erzielt werden. Laut Medienservice der niederösterreichischen Landeshauptstadt sei aufgrund der Kostenschätzung und der vorliegenden Marktindikationen davon auszugehen, dass "das Angebot des Konsortiums nicht angemessen ist", weshalb ein Zuschlag auch aus rechtlichen Gründen nicht zulässig sei.

Stadler möchte die Ausschreibung daher "umgehend widerrufen", dass sich das Projekt dadurch verzögert, sei "kein Beinbruch, der Studienbetrieb ist trotzdem weiterhin gesichert", so der Bürgermeister in einer Pressekonferenz. Er hoffe, sehr rasch in eine Neuvergabe gehen zu können. Diese solle dann nach Angaben der Stadt St. Pölten als "Lebenszyklusmodell mit einem vereinfachten Vergabemodell" erfolgen.

2017 zählte die FH erstmals mehr als 3.000 Studierende. Der weitere Ausbauschritt sollte bis 2020 erfolgen.

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