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BM Hammerschmid: „Basisbildung und Alphabetisierung sind heute wichtiger denn je.“

08.09.2017

„Weltweit gibt es noch immer mehr als 750 Millionen Jugendliche und Erwachsene, die nicht lesen und schreiben können. Allein in Österreich verfügen fast eine Million Menschen nur über eine niedrige Lesekompetenz. Hier setzen wir mit unseren Angeboten, wie beispielsweise der Initiative Erwachsenenbildung, gezielt an, damit alle in Österreich die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben haben“, so Hammerschmid anlässlich des Weltalphabetisierungstags.

Der Weltalphabetisierungstag thematisiert einmal mehr, dass es in unserer Gesellschaft nicht selbstverständlich ist, dass alle über ausreichende Lese- und Schreibkenntnisse verfügen. Die OECD Studie PIAAC hat 2013 diese Feststellung mit Zahlen untermauert. 17,1% der österreichischen Bevölkerung – das sind ungefähr eine Million Personen – verfügen über eine niedrige Lesekompetenz. Studien und Projekte zur Basisbildung / Alphabetisierung zeigen die Komplexität und Vielschichtigkeit der Thematik auf.

Das BMB setzt seit Jahren Initiativen, um die Anerkennung von Personen mit Basisbildungsbedarf als soziale Praxis zu fördern und damit der Diskriminierung und Tabuisierung in der Zivilgesellschaft entgegenzuwirken. Adäquate Informationsangebote und niedrigschwellige Zugänge zu Bildungsangeboten erhöhen die Teilhabechancen in der Gesellschaft und am Arbeitsmarkt.

Die 2012 implementierte Initiative Erwachsenenbildung ist ein Förderprogramm des Bundes und der Länder, das bundesweit kostenlose Bildungsangebote in den Programmbereichen Basisbildung und Nachholen des Pflichtschulabschlusses bereitstellt. Die bundesweit einheitlichen Anforderungen und Qualitätsstandards sorgen für eine weitergehende Professionalisierung in der Erwachsenenbildung. Dies zeigt sich im großen Erfolg der ersten und zweiten Programmperiode: Von 2012 bis 2014 boten 50 Erwachsenenbildungseinrichtungen mehr als 12.600 Personen Bildungsangebote in ganz Österreich an. Die zielgruppenmaßgeschneiderte Planung der Angebote und Begleitmaßnahmen wie Beratung, Coaching und Nahtstellenbetreuung hat einen positiven Effekt auf den Lernerfolg der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und erhöht die Durchlässigkeit in weiterführende Bildungsangebote. Die mit 1. Jänner 2018 beginnende dritte Programmperiode wurde auf vier Jahre ausgeweitet und bietet noch mehr qualitativ hochwertige Angebote sowie längerfristige Planungsperspektiven für die beteiligten Institutionen.

Eine mit diesem Tag beginnende Serie auf www.erwachsenenbildung.at setzt sich darüber hinaus mit dem Thema „Basisbildung und Öffentlichkeit“ auseinander. Unter dem Hashtag #baböff kommt in den nächsten Wochen eine Reihe von ExpertInnen in Interviews, wEBtalks und Artikeln zu Wort. Das Bundesministerium für Bildung lädt alle Interessierten ein, sich an der Diskussion zum Thema Basisbildungsbedarf und dem Bild in der Öffentlichkeit zu beteiligen.

Informationen zu den Bildungsangeboten in den Bundesländern sind in den jeweiligen Bildungsberatungsstellen erhältlich. Eine Übersicht aller Beratungsstellen findet sich unter www.erwachsenenbildung.at.

Fragen zur Basisbildung und Alphabetisierung werden in der vom BMB geförderten Zentralen Beratungs- und Servicestelle für Basisbildung und Alphabetisierung beantwortet unter www.basisbildung-alphabetisierung.at bzw. durch das Alfa-Telefon unter 0810 200 810.

Rückfragehinweis:
   BM für Bildung
      Patrizia Pappacena, MA
      Pressesprecherin
      01/53120-5011
      patrizia.pappacena@bmb.gv.at
      www.bmb.gv.at
      Minoritenplatz 5
      1010 Wien

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