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Bildungscampus Aron Menczer: Architekturwettbewerb abgeschlossen

13.03.2017

Im dritten Bezirk auf den Aspanggründen soll bis September 2021 ein neuer Bildungscampus für rund 1.300 Kinder entstehen. Benannt wird der neue Campus nach dem charismatischen jüdischen Pädagogen Aron Menczer. Nun konnte der Realisierungswettbewerb für diesen neuen Bildungscampus abgeschlossen werden, realisiert wird der Entwurf von Architekt Martin Kohlbauer. Die Ausstellung aller Ergebnisse des offenen, 2-stufigen Realisierungswettbewerbs ist bis 14. März Dienstag in der HTL Rennweg zu sehen.

"Eurogate II wird das zu Hause für rund 4.000 Menschen werden und der Bildungscampus sicher eines seiner Herzstücke. Der Campus wird nicht nur ein Ort der Begegnung für die neuen BewohnerInnen sein, sondern auch eine Verbindung zu den bereits hier ansässigen", betont Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou. "Einmal mehr zeigt sich beim nunmehrigen Entwurf, dass die Schularchitektur in Wien sich international sehen lassen kann."

"Ich freue mich, dass auch bei diesem Bildungscampus ein architektonisch spannendes Projekt umgesetzt wird", betonte Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky bei der Eröffnung der Ausstellung. "Auch hier im 3. Bezirk realisieren wir einen 'Campus plus', bei dem Kindergartengruppen und Schulklassen auf einer gemeinsamen Ebene gemeinsam den Tag verbringen und voneinander lernen!"

Terrassen und Öffnung zum Stadtraum

Das Projekt zeichnet sich durch einen vielschichtigen Baukörper mit einem kompakten Haupthaus aus: Rundum laufende Terrassen stellen nicht nur pädagogisch einen Mehrwert dar, sondern sind auch ein Zeichen der Öffnung des Campus zum gesamten Stadtviertel. Insgesamt soll das Areal an den umgebenden öffentlichen Raum, insbesondere den angrenzenden Leon-Zelman-Park angebunden werden.

Der "Campus plus" zeichnet sich im Inneren auch durch eine innovative Anordnung der Räume aus: So sind mehrere Klassen und Kindergartengruppen jeweils zu "Bildungsbereichen" mit Multifunktionsflächen zusammengefasst. Direkt zugeordnet sind diesen Bereichen auch Terrassen.

Der Bauplatz des Bildungscampus liegt im Westen des circa 20 Hektar großen Stadtentwicklungsgebietes Aspanggründe - Eurogate. Im Süden wird der Bauplatz durch die Verlängerung der Otto-Preminger-Straße begrenzt. Hier soll auch der Haupteingang in die neue Bildungseinrichtung situiert werden.

Umfassendes Bildungsangebot

Das Bildungsangebot am neuen Campus umfasst einen 14-gruppigen Kindergarten und eine 17-klassige Ganztagsvolksschule. Für sozial, emotional benachteiligte Kinder sowie Kinder mit besonderen Bedürfnissen sind sieben Klassen Sonderpädagogik, eine heilpädagogische Gruppe und vier basale Klassen vorgesehen. Zusätzlich werden in der Bildungseinrichtung Therapieräume, ein Normturnsaal, zwei Gymnastiksäle sowie ein Hauptstandort einer Musikschule untergebracht sein.

Benannt wird der neue Campus nach dem charismatischen jüdischen Pädagogen Aron Menczer. Er hat zwischen 1939 und 1942 vielen jüdischen Kindern in Wien das Leben gerettet und wurde selbst 1943 im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet. Das Areal des ehemaligen Aspangbahnhofs war im NS-Regime bis 1942 Ausgangspunkt für die Deportation zahlreicher jüdischer Bürgerinnen und Bürger Wiens.

14 Campus-Standorte bis 2023

Wien hat derzeit fünf Bildungscampus-Standorte (Monte Laa in Favoriten, Gertrude Fröhlich-Sandner in der Leopoldstadt, Donaufeld in Floridsdorf, Sonnwendviertel in Favoriten und Campus Seestadt in Aspern), vier weitere sind derzeit in Bau bzw. Planung (Attemsgasse, Berresgasse, Nordbahnhof und Aron Menczer).

Darüber hinaus sind weitere fünf neue Bildungsbauten in den Gebieten Inner-Favoriten (Landgutgasse), Gasometerumfeld in Wien-Simmering (Rappachgasse), Atzgersdorf in Wien-Liesing, West Wien (Deutschordenstraße) und Aspern vorgesehen. Alle diese Projekte sollen bis zum Jahr 2023 realisiert werden.

Die Ausstellung mit den Ergebnisse des Architekturwettbewerbs zum Campus Aron Menczer ist bis 14. März in der HTL Rennweg, Renngasse 89B, 1030 Wien, täglich außer Sonntag von 9 bis 18 Uhr zu sehen.

Der Eintritt ist frei.

Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter www.wien.gv.at/pressebilder abrufbar.

Rückfragen & Kontakt:
Michaela Zlamal
Mediensprecherin StR Jürgen Czernohorszky
+43 1 4000 81446
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Patrik-Paul Volf
Mediensprecher StRin Maria Vassilakou
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