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Die Phase der großen Erwartungen - Forschungsprojekt zu Bildungsverläufen nach der NMS

03.07.2018

Eine Lehre machen oder doch die Matura? Das Ende der Schulpflicht verlangt Entscheidungen. Wie Jugendliche der Neuen Mittelschule in dieser Phase mit Erwartungen von Familie, Schule und Gesellschaft umgehen, untersucht das Institut für Soziologie der Universität Wien im aktuellen Projekt "Wege in die Zukunft".

Ob SchülerInnen der Abschlussklasse einer Neuen Mittelschule (NMS) nach Abschluss der Schulpflicht eine Lehre beginnen oder weiter die Schule besuchen, entscheiden sie oftmals nicht alleine. Eltern, LehrerInnen und FreundInnen - viele Stimmen wollen mitreden. Das Projekt "Wege in die Zukunft" des Instituts für Soziologie lässt Jugendliche ihre Sicht der Dinge erzählen und untersucht in einer Langzeitstudie, was Entscheidungen beflügelt und was sie hemmt.

Instituts- und Projektleiter Jörg Flecker möchte mit seinem Team von der Universität Wien mehr über Beweggründe der Jugendlichen, ihren Alltag in Neuen Mittelschulen und vor allem über ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg erfahren. Über den relativ neuen Schultyp, der in der Praxis erst seit 2015 existiert und seine SchülerInnen, weiß man bis jetzt noch wenig.

Über fünf Jahre hinweg sollen jährliche Interviews ein umfassendes Bild davon ergeben, welche Berufs- und Bildungswege die SchülerInnen einschlagen. Bei der Konzeption der Fragen stand vor allem die Vergesellschaftung im Mittelpunkt: Dazu zählen neben der Integration ins Bildungssystem auch Zugehörigkeitsgefühle und Geschlechterverhältnisse. Jungen und Mädchen stehen vor denselben Herausforderungen, werden aber oft unterschiedlich behandelt. Und auch die Vererbung von Bildung ist in Österreich nach wie vor stark ausgeprägt.

"Nicht für alle Familien ist ein Abschluss mit Matura selbstverständlich. Wenn Jugendliche wissen, dass sie zuhause keine Unterstützung bekommen, schließen sie manche Wege aus", erklärt die Familiensoziologin Ulrike Zartler. Selbstexklusion passiere auch, wenn Anforderungen und Wünsche nicht zusammenpassen, etwa wenn die Noten zu schlecht sind oder zu wenig Geld da ist.

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Wissenschaftlicher Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Jörg Flecker
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joerg.flecker@univie.ac.at
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