Bildung

APA

EU-Vorsitz- Faßmann und Bogner-Strauß für Stärkung von Erasmus

11.07.2018

Bildungsminister Heinz Faßmann und Jugendministerin Juliane Bogner-Strauß (beide ÖVP) haben am Mittwoch im Ausschuss für Kultur und Bildung im Europäischen Parlament in Brüssel die Bedeutung des Erasmus-Programms betont. Faßmann skizzierte das Ziel eines gemeinsamen europäischen Bildungsraums, Sekundarstufenabschlüsse "sollten in einem anderen Land ohne Schwierigkeiten anerkannt werden".

Dazu solle ein Anerkennungsverfahren wie im tertiären Bereich geschaffen werden, so der Bildungsminister. Auch sollten Universitäten gemeinsame Studienprogramme entwickeln. "European Universities" sollten eine Antwort auf die Strahlkraft amerikanischer Universitäten sein, so Faßmann.

"Erasmus Plus ist eines der erfolgreichsten Programme, wenn nicht das erfolgreichste Programm der EU" und ein Symbol für das Zusammenwachsen der Jugend und um europäische Identität zu erzeugen, betonte der Bildungsminister. Seit dem Start vor 30 Jahren hätten neun Millionen Personen teilgenommen. Evaluierungen hätten ergeben, dass die Teilnehmer weniger oft arbeitslos seien, bessere Jobs sowie ein europäisches Bewusstsein entwickelt hätten. Der Zugang zu Erasmus müsse aber vereinfacht werden, forderte Faßmann. "Vielleicht gelingt es auch bei den Lehrlingen mehr zu erreichen als bisher".

Bogner-Strauß betonte, Bildung habe laut einer Eurobarometer-Umfrage für Jugendliche die höchste Priorität. "Erasmus sei die erste Bekanntschaft mit der Europäischen Union". Eine weitere großartige Errungenschaft sei das Europäische Solidaritätschor. In den Jahren 2021 bis 2027 stünden dafür 1,26 Milliarden Euro für 350.000 junge Menschen zur Verfügung. Ein Teil des Budgets sei für Jobs und Praktika vorgesehen. Das Programm sollte aber niederschwelliger zu erreichen sein, um auch bildungsfernere Jugendliche mitnehmen zu können.

Weitere Meldungen aus Bildung
APA
Partnermeldung