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Höchste Dringlichkeit: Unis müssen in Richtung Exzellenz geführt werden

07.09.2017

„Die künftige Regierung sollte dringend einen politischen Schwerpunkt auf die Universitäten setzen!“ Das fordert der Vorsitzende des Rates für Forschung und Technologieentwicklung, Dr. Hannes Androsch, angesichts der für die österreichischen Universitäten wenig erfreulichen Ergebnisse des aktuellen Times Higher Education Rankings. „Ohne die Bedeutung von Rankings überbewerten zu wollen, stellen diese doch einen wichtigen Indikator und Faktor im Wettbewerb um die besten Köpfe dar. Und sie zeigen die Notwendigkeit auf, die drängenden Probleme der heimischen Universitäten, auf die der Rat auf Basis von fundierten Analysen und Vergleichen immer wieder hingewiesen hat, endlich zu lösen“, so Androsch.

„Neben der mangelhaften Finanzierungssituation der österreichischen Universitäten, auf die der Rat ebenfalls bereits seit Jahren aufmerksam macht, orten wir vor allem Probleme im Bereich der Governance und der ungesteuerten Studierendenströme“, ergänzte der stellvertretende Vorsitzende, Markus Hengstschläger. Vor allem die Betreuungsverhältnisse sind in vielen Studienrichtungen mit internationalen Top-Universitäten nicht vergleichbar. Die Folgen sind eine unnötige Verlängerung der Studiendauer und hohe Drop-Out-Quoten. Hier ist die Politik gefordert, endlich die entsprechenden finanziellen und strukturellen Rahmenbedingungen für die Universitäten zu setzen.

„Ziel der Hochschulpolitik in der kommenden Legislaturperiode muss es sein, die Universitäten in Richtung Exzellenz zu führen“, sind sich die beiden Ratsvorsitzenden einig. In Teilbereichen seien die Bedingungen dafür bereits gegeben, was sich auch an den vielen positiven Beispielen zeige, bei denen einzelne Institute oder Forschungsgruppen – trotz der widrigen Umstände und der finanziellen Schieflage – zur Weltspitze zählen.

Im aktuellen Times Higher Education World University Ranking sind drei österreichische Universitäten erneut leicht zurückgefallen. Die Universität Wien als beste heimische Hochschule verlor im Vergleich zum Vorjahr vier Plätze und liegt jetzt nur mehr auf Platz 165. Die Technische Universität Wien fiel aus dem Bereich der Plätze 251–300 hinaus und die Johannes-Kepler-Universität Linz stürzte in den Bereich 501–600. Verbessern konnte sich hingegen die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, die in den Bereich 251–300 vorgestoßen ist. Alle übrigen im aktuellen Ranking gelisteten österreichischen Universitäten haben ihre Platzierungen nicht verändert.

Rückfragehinweis:
   DI Dr. Ludovit Garzik
   Geschäftsführer des Rates für Forschung und Technologieentwicklung
   Tel.Nr.: +43 (0)1 713 1414
   E-Mail: l.garzik@rat-fte.at

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