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Industrie: „Education at a Glance“ zeigt Stärken und Schwächen im Bildungssystem

11.09.2018

„Jedes Jahr zeigt die OECD Erfolgsgeschichten, Probleme aber vor allem auch die wichtigsten Handlungsfelder im heimischen Bildungswesen auf. So auch heuer“, stellte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, zur heutigen Veröffentlichung der OECD-Studie „Education at a Glance“ 2018 fest. „Positiv und international herzeigbar ist wieder unser starker berufsbildender Sektor. Auch der Hochschulbereich zeigt eine generell gute Entwicklung. Eine Stärke des österreichischen Bildungssystems liegt ja gerade in seiner Differenziertheit. So relativiert sich die im OECD-Vergleich niedrige Bachelor-Quote durch die hohe Relevanz, die Absolventinnen und Absolventen vor allem von HTL und bestimmten Lehrberufen für den Arbeitsmarkt haben“, betonte Neumayer. Die jüngsten Zahlen würden aber zeigen, dass frühem Bildungsabbruch massiv entgegengewirkt werden muss, vor allem bei jungen Menschen mit Migrationshintergrund. „Die Gesamtzahl ist erfreulicherweise wieder gesunken. Der Anteil von 24 Prozent bei jungen Migrantinnen und Migranten übersteigt jedoch jene 8 Prozent bei jungen Menschen ohne Migrationshintergrund deutlich“, gab der IV-Generalsekretär zu bedenken. Das sei weder gesellschaftspolitisch noch volkswirtschaftlich hinzunehmen. Handlungsbedarf gebe es außerdem in der Frage von qualifiziertem Nachwuchs an Pädagoginnen und Pädagogen. Hier stehe Österreich angesichts einer nahenden Pensionierungswelle vor einer großen Herausforderung.

Auch eine Steigerung der Bildungsqualität bis zum Ende der Pflichtschulzeit sei ein Gebot der Stunde, weil, so Neumayer, damit „die Grundlage für alle weiteren (Aus)-Bildungswege gelegt wird“. Der bildungspolitische Fokus müsse daher auf einer Qualitätsoffensive in der Elementarbildung liegen. „Mit der entsprechenden 15-a Vereinbarung wird dabei ein wichtiger Schritt gesetzt, der nächste muss bundesweit einheitliche, hohe Standards für pädagogische Qualität, Qualifikationen und Rahmenbedingungen sein“, bekräftigte der IV-Generalsekretär. Österreich brauche darüber hinaus die Bildungspflicht als neues Modell, das ein verlässliches und hohes Bildungsniveau aller Kinder mit 14 Jahren garantiert. „Kein Absitzen von Schuljahren mehr, sondern ein verpflichtendes Erreichen von Grundbildung sowie ein Grundbildungsnachweis als verlässlicher Abschluss beim Übertritt in die Sekundarstufe II“, skizzierte Neumayer abschließend das Konzept der Bildungspflicht von 4 bis 14 Jahren, für das sich die Industrie seit langem einsetzt.

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