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Industrie fordert eigenständigen Inhalt „Wirtschaft“ in der Grundbildung

06.04.2018

"Insbesondere junge Menschen brauchen gerade heute eine solide Finanz- und Wirtschaftsbildung, um das eigene Leben selbstbestimmt gestalten, sowohl beruflich als auch privat erfolgreich sein zu können. Mündige Bürgerinnen und Bürger müssen sich im System Wirtschaft bewegen und dieses auch aktiv gestalten können", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, bei der Podiumsdiskussion "(Selbst)Verständnis Wirtschaft: Was 14-Jährige über Wirtschaft wissen sollten", die am gestrigen Donnerstag im Haus der Industrie stattfand. Qualitätsvolle - und durchaus kritische - Wirtschaftsbildung sei eine wichtige Basis für die Gesellschaft und ihren Zusammenhalt, aber auch für die Wirtschaft und ihre Akteure. "Wir möchten der Wirtschaftsbildung in der Grundbildung mehr Gewicht verleihen, sie attraktiver und bedeutsamer im Bildungsverlauf wissen", betonte Neumayer. Das Defizit von Grundkenntnissen und ökonomischen Zusammenhängen führe zu einer erschwerten Erkenntnis über die moderne Welt und ihren komplexen Strukturen und Zusammenhängen.

Daher lud die Industriellenvereinigung am gestrigen Donnerstag zu einer Podiumsdiskussion, um der Frage nachzugehen, wie der Wirtschaftsbildung im Rahmen der Grundbildung mehr Gewicht verliehen werden könne. Bei der Veranstaltung wurden auch die jüngsten - und teils besorgniserregenden - Ergebnisse einer Studie der WU Wien präsentiert. Demnach sei auffallend, dass sich viele Jugendliche selbst nicht als Teil der Wirtschaft erkennen und zudem ein sehr verkürztes Bild von anderen Wirtschaftsteilnehmerinnen und -teilnehmern haben. "Wir müssen beim Wissen über Wirtschaft ansetzen - und zwar auf einer Mikro- & Makroebene - aber auch bei den Haltungen in und gegenüber der Wirtschaft. Damit das gelingt, müssen wir gerade auch die Pädagoginnen und Pädagogen gewinnen", so der IV-Generalsekretär. Auch die qualitative und quantitative Verbesserung der Unterrichtsmaterialen und -medien sei ein wesentliches Anliegen. "Wir alle sind gefordert, die Notwendigkeit von qualitätsvoller Wirtschaftsbildung zu unterstreichen. Und zwar jenseits negativer Stereotype und Bilder, mit denen die Wirtschaft und Industrie immer noch assoziiert wird", sprach sich Neumayer für einen ideologiefreien Zugang aus. Das Ziel am Ende der heutigen Pflichtschulzeit sei ein wirtschaftliches Grundverständnis, damit müssten entsprechende Bildungsinhalte bereits ab der elementaren Bildungsphase spielerisch, altersgerecht und verbindlich vermittelt werden.

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