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Islam-Kindergärten - Studienleiter: Getrennte Abgabe "macht Sinn"

01.12.2017

Die getrennte Abgabe der Studie zu den Wiener Islam-Kindergärten "macht durchaus Sinn". Das sagte Henning Schluß, Projektleiter des Forschungsteams der Uni Wien, auf APA-Anfrage. Zuvor hatte im Rathaus die Tatsache, dass Islamforscher Ednan Aslan und das übrige Forschergremium ihre Beitrage separat der Stadt bzw. dem Integrationsministerium übermittelt haben, für Ärger gesorgt.

Das sechsköpfige Expertenteam kommt von der FH Campus Wien unter der Leitung von Elisabeth Steiner und der Uni Wien mit Schluß als oberstem Betreuer. Letzterer erklärte den Umstand, dass nicht eine einzige Endstudie den Auftraggebern bzw. dem wissenschaftlichen Beirat übermittelt wurde, mit den per se zwei unterschiedlichen inhaltlichen Perspektiven. Während Aslan die Kindergartenträger unter die Lupe genommen habe, hätten sich die fünf Kollegen mit den einzelnen Kindergärten beschäftigt. "Da macht es schon Sinn, das selbstständig zu machen", erklärte Schluß.

Die Art der Trennung habe sich im Arbeitsprozess als besser praktikabel herausgestellt, meinte der Experte. Die zwei Teile würden sich freilich ergänzen und gehörten zusammen gelesen. Mit Zerwürfnissen oder Uneinigkeiten innerhalb der Forschergruppe habe das nichts zu tun, sagte Schluß auf Nachfrage. Er geht davon aus, dass der wissenschaftliche Beirat - er prüft die Ergebnisse jetzt noch auf methodische Qualität - bis Mitte des Monats sein Okay gibt und die Resultate kurz darauf der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bis dahin wolle er sich inhaltlich nicht zur Studie äußern.

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