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Islam-Kindergärten: Laut MA11 kein Druck auf Ex-Mitarbeiterin

04.08.2017

Bei der MA11 hat man noch keine Erklärung der ehemaligen Mitarbeiterin des Islamwissenschafters Ednan Aslan erhalten. Eine Sprecherin der MA11 betonte nochmals, dass es keinen Druck auf die Frau gebe und diese auch keinerlei Auswirkungen auf ihren Kindergarten zu befürchten habe. "Warum sollten wir Druck ausüben. Wir überprüfen die pädagogische Arbeit so wie in jedem anderen Haus auch."

Zurückgewiesen wurden von der zuständigen Magistratsabteilung unterdessen Aussagen Aslans, wonach zum Zeitpunkt eines auf 16. Dezember 2015 datierten Aktenvermerks der MA11 die Zahl von 30 geprüften Kindergärten noch gar nicht Gegenstand der Diskussion gewesen sei. Laut MA11 sei die Zahl von 30 Kindergärten bereits in der ersten Dezemberhälfte in Medienberichten - etwa am 6. 12. im Ö1-"Mittagsjournal" - aufgetaucht.

ÖVP fordert "sofortige Aufklärung" durch Häupl

Die ÖVP hat nach den im APA-Gespräch erhobenen Vorwürfen des Islamwissenschafters Ednan Aslan gegen die Stadt Wien "sofortige Aufklärung" durch Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) gefordert. "Rot-Grün setzt Menschen unter Druck, um sich ihre eigene Wahrheit zu schaffen", konstatierte Parteichef Gernot Blümel in einer Aussendung.

Es sei "mehr als schäbig und bezeichnend, dass sich Rot-Grün sogar dazu hergibt, ein Abhängigkeitsverhältnis auszunutzen und damit Druck auszuüben". Es werde der Stadt aber nicht gelingen, so von den "wahren und tatsächlichen Problemen" abzulenken, so Blümel: "Die Verantwortlichen dieser Stadtregierung müssen endlich alles daran setzen, Parallelgesellschaften zu unterbinden, die Abschottung fördern und Integration verhindern, statt in Uralt-Manier Schmutzkübelkampagnen gegen die Überbringer der schlechten Nachricht zu fahren."

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