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Koalition - Uniko-Chef Vitouch sorgt sich um Bestellung der Uni-Räte

21.12.2017

Angesichts der Ende Februar anstehenden Bestellung der neuen Universitätsräte durch die Bundesregierung übt der Präsident der Universitätenkonferenz (uniko), Oliver Vitouch, harsche Kritik an bisherigen Personalentscheidungen von Regierungsvertretern. "Die Universitäten brauchen hier gesetzesgemäß hochkompetente Persönlichkeiten, die über jeden Zweifel erhaben sind", so Vitouc.

"Ein Klubobmann, der Jörg Haiders Saualm-Internierung von Flüchtlingen im Marchfeld nachinszenieren will; ein Kabinettschef mit Nähe zu Langenloiser 'Wehrsportübungen'; ein Sprecher des Innenministeriums, der für das postfaktisch-hetzerische 'unzensuriert.at' steht: Das ist Trumpismus in Reinkultur. Solche Besetzungen stehen gewiss nicht für die in der Regierungsverantwortung gebotene konsequente Abgrenzung vom rechten Rand", so Vitouch in einer Aussendung. Die Unis erwarten, dass Schlüsselpositionen in Ministerien und des öffentlichen Bereichs "mit Personen besetzt werden, die für eine offene Gesellschaft stehen". Man werde daher "hinsichtlich Linienübertritten rechtsaußen 'höchste Wachsamkeit'" an den Tag legen, so der Rektor der Uni Klagenfurt.

Da die fünfjährige Funktionsperiode der neuen Uni-Räte im März kommenden Jahres beginnt, müssen bis dahin rund 60 Räte an 22 Unis bestellt werden. Der Universitätsrat ist in etwa mit dem Aufsichtsrat eines Unternehmens vergleichbar. Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählen die Wahl des Rektors aus einem Dreiervorschlag des Senats, die Genehmigung von Entwicklungsplan, Organisationsplan und Leistungsvereinbarungs-Entwurf der Uni sowie die Zustimmung zum Budgetvoranschlag des Rektorats.

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