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Donau-Uni wird in Paragraf 6 des Universitätsgesetz aufgenommen © Walter Skokanitsch
Donau-Uni wird in Paragraf 6 des Universitätsgesetz aufgenommen © Walter Skokanitsch

APA

Land NÖ startet Weiterentwicklungs-Offensive am Campus Krems

29.10.2018

Das Land Niederösterreich setzt auf die Weiterentwicklung des Campus Krems. Das bestehende Areal wird auf den neuesten Stand gebracht, um 45 Millionen Euro wird ein weiteres Gebäude errichtet, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Laut Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) wird die Donau-Universität als 22. Lehranstalt ins Universitätsgesetz (UG) aufgenommen.

Derzeit lernen und forschen am Campus Krems rund 13.000 Personen auf etwa 45.000 Quadratmetern, so Mikl-Leitner. An der 1995 ins Leben gerufenen Donau-Universität, die eine "Erfolgsgeschichte" sei, seien aktuell 9.000 Studierende in Ausbildung. Um die bestehenden Gebäude "auf den Stand von heute" zu bringen, investiere das Land nun 18 Millionen Euro u.a. in die Energieversorgung, Klimatisierung und Barrierefreiheit, sagte Mikl-Leitner.

Faßmann kündigte an, dass die Donau-Uni, die durch ein separates Bundesgesetz eingerichtet worden war, als 22. Universität in Paragraf 6 des UG aufgenommen werde. Dies sei eine "Form der Systembereinigung und Klarstellung" und könne die Zusammenarbeit der Donau-Uni mit anderen Universitäten im Rahmen der Universitätenkonferenz verbessern. "Die Donau-Universität war ein Pionier und hat Niederösterreich als Bildungs- und Forschungsstandort etabliert", sagte Mikl-Leitner. Die Aufnahme ins Universitätsgesetz sei daher "verdient" und ein "hartes Stück Arbeit" gewesen.

Bundesanteil am Gesamtbudget steigt

"Die Donau-Universität ist einzigartig in Österreich", befand Faßmann. Sie habe sich seit der Gründung "sehr gut entwickelt". Aktuell werden 200 Lehrgänge angeboten, 27 Prozent der Studierenden stammen aus dem Ausland. Laut dem Minister wurde im Rahmen einer neuen 15a-Vereinbarung mit dem Land Niederösterreich vereinbart, dass der Bundesanteil am Gesamtbudget der Donau-Uni künftig steigen wird. Von 2019 bis 2021 sollen demnach 40 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.

Weiter aufgewertet soll neben der Donau-Universität auch der Campus Krems an sich werden. Um ein neues Gebäude in der Nähe der Karl Landsteiner Privatuniversität zu errichten, investiert das Land Niederösterreich nach Angaben von Mikl-Leitner in den nächsten Jahren rund 45 Millionen Euro. Auf 7.900 Quadratmetern sollen Lehrsäle und Forschungsräumlichkeiten entstehen, die neben der Karl Landsteiner Privatuniversität auch der Donau-Uni und der IMC Fachhochschule Krems zur Verfügung stehen werden.

Ausgeweitet werden sollen zudem die Forschungsschwerpunkte an den Universitätskliniken St. Pölten, Krems und Tulln. Die Standorte stehen in enger Kooperation mit der Karl Landsteiner Privatuniversität, sechs Millionen Euro werden dort laut Mikl-Leitner investiert, damit Studierenden eine noch bessere Forschungs-Infrastruktur zur Verfügung steht.

uniko: Klare Regeln zu Finanzierung gefordert

"Grundsätzlich aufgeschlossen, aber mit einer Portion Skepsis" hat die Universitätenkonferenz (uniko) auf die Ankündigungen des Wissenschaftsministeriums und des Landes Niederösterreich reagiert. Die Universitätenkonferenz poche darauf, speziell in der künftigen Finanzierungsfrage eingebunden zu werden, hieß es in einer Aussendung.

"Im Gegensatz zu den anderen 21 öffentlichen Universitäten handelt es sich bei der DUK um eine Universität ohne grundständige Studien, die zum Bachelor- und in der Folge zu einem Masterabschluss führen, sondern - von zwei PhD-Studien abgesehen - um eine kostenpflichtige Weiterbildungsuniversität", erklärte uniko-Präsidentin Eva Blimlinger. Es könne jedenfalls nicht sein, dass das Land Niederösterreich mit der Aufnahme der DUK in das Universitätsgesetz von seinen finanziellen Verpflichtungen entbunden werde.

"Eine Weiterentwicklung der Donau-Universität Krems zu Lasten der übrigen Universitäten kommt für die uniko nicht in Frage. Bezüglich der weiteren gesetzlichen Ausgestaltung bieten wir aber gerne unsere Gesprächsbereitschaft an", hielt Blimlinger fest.

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