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Lehrlings- und Fachkräfteoffensive in Niederösterreich gestartet

11.01.2018

In Niederösterreich ist die Lehrlings- und Fachkräfteoffensive 2018 gestartet. Neben flächendeckenden Karriereclubbings umfassen die Maßnahmen Karrierecoaches für Jugendliche sowie das Sonderprogramm "NÖ Lehre Plus", mit dem die Bildungsförderung auf Lehrlinge und Auszubildende erweitert wird, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) in einem Pressegespräch.

900.000 Euro werden insgesamt in die Offensive, bei der das Land und die Sozialpartner an Bord sind, investiert. Die Auftragsbücher der Unternehmen seien zwar voll, es gebe aber einen Mangel an Lehrlingen und Fachkräften, so Mikl-Leitner. Außerdem haben rund 7.000 Menschen in Niederösterreich laut der Landeshauptfrau ihre Ausbildung abgebrochen - diese müsse man auffangen.

Laut Karl Fakler, Geschäftsführer des Arbeitsmarktservice (AMS) Niederösterreich, gibt es derzeit im Bundesland 8.600 offene Stellen, davon 5.600 für Fachkräfte. Es sei wichtig, das Angebot an Fachkräften zu erhöhen - auch um Investitionen nach Österreich zu holen, sagte Thomas Salzer, Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ).

Kontakt mit Schülern über Clubbings

Die heuer in allen Bezirken geplanten Clubbings sollen Schüler mit Betrieben in Kontakt bringen und zeigen, welche Berufssparten es gibt und welche Chancen diese bieten. Die Coaches, die auf dem Modell der Lehrstellenberater aufbauen, sollen über eine bei der Wirtschaftskammer (WK) angesiedelte Hotline junge Menschen bis 25 Jahre beim Zugang zu Lehrstellen, Fördermöglichkeiten und Anrechnungen beraten und unterstützen. Über "NÖ Lehre Plus" werden 50 Prozent der Kurskosten bzw. maximal 2.500 Euro innerhalb von drei Jahren gefördert - etwa Staplerschein, Sprachen oder IT-Kurse.

Markus Wieser, Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, forderte, dass Berufsorientierung ein verpflichtender Gegenstand ab der siebenten Schulstufe über alle Schultypen werden soll. Salzer äußerte ebenfalls den Wunsch nach einer verstärkten Berufsorientierung. Man müsse sich auch überlegen, wie man Kinder bereits im Kindergarten spielerisch für Technik begeistern könne. WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl plädierte für eine verpflichtende Berufsorientierung in den Schulen, es müsse bereits in der Volksschule damit begonnen werden.

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