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Ärztekammer forderte wieder einmal bessere Arbeitsbedingungen für Junge © APA (dpa)
Ärztekammer forderte wieder einmal bessere Arbeitsbedingungen für Junge © APA (dpa)

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Medizinstudium: Kritik auch von Fachhochschulen

05.12.2017

Kritik am Kauf von Studienplätzen an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) durch das Wissenschaftsministerium kommt auch von der Fachhochschulkonferenz (FHK). Mit den dafür aufgewendeten neun Mio. Euro hätte man rund 1.200 neue Plätze an Fachhochschulen (FH) schaffen können, hieß es in einer Aussendung.

"Wenn in der Hochschulkonferenz, einem gemeinsamen Beratungsgremium des Wissenschaftsministeriums, in dem Fachhochschulen, Universitäten und Privatuniversitäten vertreten sind, Entscheidungen über die weitere strategische Entwicklung des österreichischen Hochschulraums getroffen werden und dann in einer intransparenten und unabgestimmten Aktion 9 Millionen Euro an Bundesmittel einer einzelnen Privatuniversität zugesprochen werden, so müssen wir dies aufzeigen und uns vehement dagegen zur Wehr setzen", monierte FHK-Präsident Raimund Ribitsch.

Warten seit Monaten auf sichere Zusagen

Die FH würden seit Monaten auf eine baldige Umsetzung des Ausbaus des Sektors sowie eine nachhaltige Absicherung der Bundesfördersätze für die Studienplätze drängen. "Wir bekommen hier seitens der Politik keine sicheren Zusagen, was die künftige Planung massiv erschwert", meinte Ribitsch.

Attraktivere Arbeitsbedingungen für Jungärzte fordert die Ärztekammer. "Es ist höchst an der Zeit, den Standort Österreich attraktiver zu machen und so die Ärzteflucht einzudämmen", so Vizepräsident Harald Mayer in einer Aussendung. Von 1.218 Absolventen der drei österreichischen öffentlichen Medizinuniversitäten sowie der Paracelsus Medizinische Privatuniversität im Studienjahr 2015/2016 seien im Oktober 2017 lediglich 745 ärztlich tätig gewesen. "Die Politik ist gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Fachärzten im Spital mehr Zeit zur Verfügung stellt, um Ärztinnen und Ärzte auszubilden." Außerdem müssten die Ärzte von Administrations- und Dokumentationsaufgaben entlastet werden.

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