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Neues Schulsanierungspaket beschlossen: Wien investiert weitere 570 Millionen Euro in Schulen

16.04.2018

Seit 2008 hat Wien ein umfassendes Schulsanierungspaket laufen, diese Woche wurde nun im Wiener Bildungsausschuss eine weiteres Paket auf die Reise geschickt: In den nächsten Jahren sollen weitere 570 Millionen Euro in die Sanierung von Schulen in ganz Wien fließen.

Die Stadt fördert die Bezirke - in deren Kompetenz die Schulerhaltung fällt - mit einem Teil der Kosten aus dem Zentralbudget. "Uns war es wichtig, diesen Schritt gemeinsam mit den Bezirken zu gehen", betonten heute Wiens Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner. "Topmoderne Schulen zählen gerade in einer wachsenden Stadt zur wichtigsten Infrastruktur für Familien. Und moderne Räume tragen auch wesentlich zur Lernmotivation und letztlich zum Schulerfolg bei."

Auswahl der Sanierungsstandorte nach fachlichen Kriterien

Konkret umfasst das Sanierungsvolumen 513 Millionen Euro - weitere 57 Millionen Euro stehen für Ausweichquartiere und als Reserve zur Verfügung. Die Auswahl der Sanierungsstandorte erfolgt nach fachlichen Kriterien bzw. der Dringlichkeit der Sanierung. Über 40 Projekte wurden für eine prioritäre Umsetzung bereits ins Auge gefasst.

Das auslaufende "Schulsanierungspaket I", das im Jahre 2008 beschlossen wurde, umfasste ebenfalls 570 Millionen Euro: Hier wurden bereits an 117 Standorten die geplanten Sanierungsvorhaben fertiggestellt. Alleine 2017 wurden die Sanierungsarbeiten an rund 150 Wiener Pflichtschulen fortgesetzt. Für 2018 sind Sanierungstätigkeiten an rund 100 Schulen in der Höhe von 48 Millionen Euro geplant.

NEU: Förderung für Generalsanierungen und Sonderfördertopf für Innovationsprojekte

Inkludiert ist erstmals auch ein Sonderfördertopf für Generalsanierungen und Innovationsprojekte in der Höhe von 100 Millionen Euro: "Hier werden wir zusätzlich unterstützen, wenn bei der Sanierung beispielsweise innovative pädagogische Lösungen oder ökologische Aspekte gleich vertieft mitbedacht werden", so Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky. Neben Substanzsanierungen - die Stadt fördert hier 40 Prozent der Kosten der Bezirke - wird das neue "Schulsanierungspaket II" somit auch Generalsanierungen umfassen. Die Stadt übernimmt hier bis zu 90 Prozent der Kosten der Bezirke.

Ersatzquartiere danach als reguläre Standorte nutzbar

Das neue "Schulsanierungspaket II" wird parallel zum ersten Paket anlaufen, um eine kontinuierliche Sanierungstätigkeit zu gewährleisten. Der Fokus des Nachfolgeprogramms liegt auf einer geringeren Anzahl von Objekten, die allerdings einer umfassenderen Sanierung unterzogen werden. Ein Augenmerk wird dabei auch auf der Qualität der Ersatzquartiere liegen: Sie sollen annähernd einen baulichen Standard wie normale Neubauten haben und somit auch nach der Nutzung als Ersatzquartier als regulärer Schulstandort verwendet werden können.

Rückfragen & Kontakt:
Michaela Zlamal
Mediensprecherin StR Jürgen Czernohorszky
+43 1 4000 81446
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