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25 junge Projektmanager nehmen am Pilotkurs teil © FH Burgenland
25 junge Projektmanager nehmen am Pilotkurs teil © FH Burgenland

APA

Neues Training vermittelt Know-how für Forschungsprojekte

04.10.2018

Forschungsprojekte zu organisieren und zu verwalten ist eine Wissenschaft für sich, aber erlernbar. Das Know-how dafür will ein neuer internationaler Lehrgang unter der Leitung des Zentrums für Soziale Innovation (ZSI) vermitteln. Auftakt für die "ReSTI.academy" war ein zweitägiger Pilotkurs Anfang Oktober in Eisenstadt, an dem 25 angehende Projektmanager aus der Donauregion teilnahmen.

Wissen ist Macht - und entscheidet über Erfolg oder Misserfolg eines Projekts im Bereich "ReSTI" (Research, Social and Technological Innovation). Davon zeigte sich Irena Zavrl von der Fachhochschule (FH) Burgenland im Gespräch mit APA-Science überzeugt: "Wenn man nicht richtig einreicht, wird das Projekt auch nicht genehmigt. Wie man ein Projekt richtig schreibt, davon hängt alles ab, auch die Förderung." Ein weiterer entscheidender Punkt sei neben der richtigen Budgetierung jener, gute Partner zu finden. "Das schwächste Glied in der Kette kann alles vermasseln", sagte Zavrl, die an der Entwicklung des Blended-Learning-Pilotprojekts maßgeblich mitgewirkt hat.

Fünf Module und 20 Themengebiete

Konkret bilden sich die Kursteilnehmer im Lauf des Studienjahres in fünf Modulen in 20 Themengebieten weiter: von EU-Politik über Projektdesign und -management bis Soziale Innovation. Dabei gibt es insgesamt drei Präsenzphasen. Nach dem bereits absolvierten Pilotkurs an der FH Burgenland in Eisenstadt treffen die aus 161 Bewerbungen ausgewählten 25 Kursteilnehmer in zwei weiteren Präsenzveranstaltungen Anfang März 2019 in Budapest und Anfang Juli in Prag wieder aufeinander.

Zwischendurch wird online gearbeitet, wobei die Entwickler des Programms laufend Unterstützung bieten. Zentral sind dabei fünf "Türen": eine Bibliothek, in der man sich Materialien herunterladen kann; ein virtuelles "Café", das dem Austausch unter Kursteilnehmern dient; ein "Spielplatz" mit Games; ein "Wald" in dem man über Inhalte reflektieren kann und eine abschließende virtuelle Prüfung.

Absolventen als Multiplikatoren

Am Ende des Kurses gibt es ein Zertifikat als Projektmanager. Das eigentliche Ziel ist es aber, dass die Absolventen das erworbene Wissen nicht für sich behalten, sondern sich in ihren Ländern als Multiplikatoren erweisen. Das Feedback der Teilnehmer findet nach Projektabschluss Eingang in die Kursmodule und wird im Herbst 2019 von den teilnehmenden Hochschulen in deren Curricula eingebunden. "Die Teilnehmer werden so geschult, dass sie das Wissen, wie man Projekte akquiriert und leitet, selbstständig weitergeben können", sagte Zavrl. Zielgruppe für den Lehrgang sind junge Projektmanager aus der Region Zentral-Osteuropa. Gerade in Ländern wie Bosnien-Herzegowina, Kroatien oder Serbien gebe es beim entsprechenden Know-how noch große Lücken.

Der Fokus durch alle Lerninhalte hindurch liegt auf Projekten im Forschungsbereich. Im Vergleich zu anderen (EU-)Projekten liege der Unterschied hauptsächlich im immanenten Risiko, erklärte Gabor Szudi vom ZSI, das die Projektleitung in dem Konsortium von elf Partnern aus neun Ländern innehat: "Es braucht dabei immer ein bisschen mehr Flexibilität, weil die Partner nicht nur von Forschungseinrichtungen oder Unis kommen, sondern auch von kleinen Organisationen - das sind die Schwierigkeiten in solchen Projekten."

Entwickelt wurde die "ReSTI.academy" im Rahmen des im Februar 2017 gestarteten Projekts "Excellence-in-ReSTI", das zum Großteil vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wurde.

Service: Weitere Informationen über das Projekt "Excellence-in-ReSTI" gibt es unter http://go.apa.at/cjbvElmd

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