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OECD: Übergang Schule-Arbeitswelt in Österreich vergleichsweise gut

11.09.2018

Der Übergang von der Schule zum Arbeitsmarkt funktioniert in Österreich vergleichsweise gut, zeigt die am Dienstag veröffentlichte OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2018". Demnach waren hierzulande nur rund elf Prozent der 15- bis 29-Jährigen weder in einer Ausbildung noch berufstätig (not in employment, education or training, kurz: NEET), im OECD- und EU-Schnitt waren es je rund 13 Prozent.

In Österreich ist der Anteil der NEETs dabei entsprechend dem OECD-Trend zwischen 2007 und 2017 geringfügig gesunken, konkret von 11,3 auf 10,8 Prozent. Am geringsten sind die Quoten in Island mit rund fünf Prozent. Grund ist laut OECD, dass dort überdurchschnittlich viele 25- bis 29-Jährige noch in (Aus-)Bildung sind. Besonders wenige NEETs gibt es außerdem in den Niederlanden, Luxemburg, Schweden und der Schweiz (rund acht Prozent) sowie Norwegen und Deutschland (rund neun Prozent). Die meisten NEETs verzeichnen die Türkei (27 Prozent) sowie - noch als Folge der jüngsten Wirtschaftskrise - Italien (25 Prozent) und Griechenland (23 Prozent).

Kein gutes Zeugnis gibt es für Österreich allerdings in Teilbereichen: So fallen wie auch in Deutschland junge Zuwanderer deutlich öfter in die Gruppe der NEETs als im Inland Geborene (rund 24 gegenüber rund acht Prozent). Zuwanderer haben zwar in den meisten untersuchten Ländern mehr Probleme beim Übergang zum Arbeitsmarkt als Einheimische, im OECD-Schnitt ist der Unterschied jedoch deutlich geringer (18 Prozent der im Ausland gegenüber 13 Prozent der im Inland Geborenen). In einem Drittel der OECD-Länder macht er sogar weniger als drei Prozentpunkte aus.

Die OECD-Studie zeigt übrigens auch, dass eine längere Schulpflicht nicht automatisch zu höherer Bildungsbeteiligung führt: So befinden sich in Slowenien 94 Prozent der 15- bis 19-Jährigen in Ausbildung, obwohl die Schulpflicht mit 14 Jahren endet. In Chile (Schulpflicht bis 18) sind hingegen nur 83 Prozent der Jugendlichen noch in (Aus-)Bildung, was laut Studie auf hohe Abbruchquoten schließen lässt.

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