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Pädagogik-Paket: Opposition fordert Experten-Hearing

06.11.2018

Die Oppositionsparteien fordern angesichts zahlreicher kritischer Stellungnahmen zum Gesetzesentwurf ein Experten-Hearing betreffend des Pädagogik-Pakets von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP). SPÖ, NEOS und Liste Pilz üben in einer gemeinsamen Aussendung erneut Kritik am "bildungspolitischen Rückschritt" und wollen eine medienöffentliche Anhörung im Unterrichtsausschuss des Nationalrats.

Diese solle "jedenfalls vor dem nächsten regulären Unterrichtsausschuss stattfinden, um zu gewährleisten, dass allfällige Hinweise und Kritikpunkte, die im Rahmen der Ausschussdebatte zur Sprache gekommen sind, auch noch Berücksichtigung finden können". Faßmann habe in mehreren Interviews eingeräumt, kein Bildungswissenschafter zu sein, so SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid. "Seine Entscheidungen gehorchen also parteipolitischen Zwängen und nicht bildungswissenschaftlichen Erkenntnissen. Von einem Bildungsminister sollte man aber erwarten können, auf jene zu hören, die diese Expertise haben und das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt stellen - also Pädagogen und Bildungsforscher".

"Die vorgestrigen Ansichten der Regierung wieder in unser Bildungssystem aufzunehmen, ist einfach elend", so auch NEOS-Bildungssprecher Douglas Hoyos. Ähnliche Bedenken hätten mittlerweile auch Landesschulräte, Lehrervertretungen sowie etliche Lehrpersonen und Schulleitungen im Zuge der Begutachtung deponiert. "Wir wollen keinesfalls zulassen, dass dieses Paket wieder im Schnellverfahren gegen jede Evidenz und an den Betroffenen vorbei durch den Ausschuss gepeitscht wird." Ähnlich sein Pendant bei der Liste Pilz, Stephanie Cox: "Einige Aussagen von Faßmann lassen den Eindruck entstehen, dass er sich bei der Wiedereinführung der Ziffernnoten und des Sitzenbleibens in den Volksschulen für parteipolitische Interessen instrumentalisieren lässt und Stimmen aus der Wissenschaft hier zu wenig gehört werden."

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