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Schule nach Fatah-Terroristin benannt: Belgien stoppte Finanzierung

10.10.2017

Die Benennung einer palästinensischen Mädchenschule im Westjordanland nach einer Terroristin hat die belgischen Geldgeber verstimmt. Die belgische Regierung habe jede finanzielle Unterstützung für Schulprojekte in den Palästinensischen Autonomiegebieten vorläufig gestoppt, berichteten mehrere flämische Zeitungen. Es gehe um 3,3 Millionen Euro.

Die Belgier hatten 2013 den Bau der "Beit Awwa Basic Girls School" im Westjordanland gefördert, die den Angaben zufolge später ohne Absprache in "Dalal Mughrabi Elementary School" umbenannt wurde. Die in einem Palästinenserlager im Libanon aufgewachsene Fatah-Kämpferin Dalal Mughrabi war 1978 an einem Anschlag bei Tel Aviv beteiligt, bei dem 38 Israelis - unter ihnen 13 Kinder - getötet wurden.

"Die belgische Regierung verurteilt unzweideutig jede Verherrlichung terroristischer Anschläge", erklärten das Außen- und das Entwicklungshilfeministerium in Brüssel. Man erwarte jetzt "eine formelle Reaktion" der palästinensischen Regierung. Bis dahin seien alle Hilfen für das dortige Schulwesen auf Eis gelegt.

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