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Uni-Budget: FPÖ und ÖH kritisieren neue Optionen für Beschränkungen

02.08.2017

Kritik am von Wissenschaftsminister Harald Mahrer (ÖVP) nun in Begutachtung geschickten Gesetzesentwurf zur Umstellung auf eine Studienplatzfinanzierung kommt von der FPÖ und der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH). Letztere ortet in dem Vorstoß eine "Verknappungsinitiative" und auch die FPÖ sieht darin eine "neuerliche 'Attacke'" auf den freien Hochschulzugang und Steuerzahler.

Für FPÖ-Wissenschaftssprecher Andreas Karlsböck laufen die Pläne zur Studienplatzfinanzierung "à la ÖVP" auf Zugangsbeschränkungen hinaus, "die zulasten der heimischen Jugendlichen gehen". Die SPÖ sieht er darüber hinaus auf gleicher Linie. Gleichzeitig mit zusätzlichen "Hürden für unsere Jugendlichen" finanziere man "tausenden ausländischen Studenten ein Studium in Österreich", so Karlsböck, der in einer Aussendung Ausgleichszahlungen für Studierende aus dem EU-Ausland und kostendeckende Studiengebühren von solchen aus Drittstaaten forderte.

Wie Karlsböck strich auch die Vorsitzende der ÖH-Bundesvertretung, Hannah Lutz (VSStÖ), die soziale Ausgleichsfunktion des freien Hochschulzuganges hervor. "In kaum einem anderen Land wird Bildung so stark vererbt wie in Österreich. Die Abschaffung des freien Hochschulzugangs wäre daher fatal", so Lutz, die das Thema nicht als "Sommerlochfüller" missbraucht wissen will und Möglichkeiten zur Mitgestaltung einfordert.

Erfreut ob des Entwurfes zeigte sich hingegen der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer. Um Bedingungen für Studenten und Lehrende an den Unis zu verbessern, Drop-out-Raten zu senken und die Absolventenzahlen zu erhöhen, bedürfe "es einer Studienplatzfinanzierung und eines modernen Zugangsmanagements an den Universitäten", so Neumayer. "Essentiell für das österreichische Hochschulwesen" ist die studienplatzbezogene Finanzierung und der geregelte Hochschulzugang auch für den Leiter der Abteilung für Bildungspolitik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Michael Landertshammer.

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