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Britische Hochschulen warnen vor dem Verlust von EU-Studenten © APA (Hochmuth)
Britische Hochschulen warnen vor dem Verlust von EU-Studenten © APA (Hochmuth)

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Vor Brexit weniger EU-Studenten an britischen Top-Universitäten

04.01.2019

Schon vor dem Brexit haben sich weniger Studenten aus Ländern der Europäischen Union (EU) an Großbritanniens führenden Hochschulen eingeschrieben. Die Zahl solcher Immatrikulationen sei im akademischen Jahr 2018/2019 um drei Prozent gesunken, teilte die Vereinigung von Großbritanniens Top-Universitäten, die Russell Group, mit.

Sie umfasst 24 Hochschulen, darunter Oxford und Cambridge. Im akademischen Jahr 2017/2018 war die Zahl noch um ein Prozent gestiegen, nachdem sie in den vier Jahren zuvor immer um einen mittleren einstelligen Prozentwert gewachsen war. Nach Angaben der Russell Group ist der Rückgang bei Doktoranden in der Forschung mit neun Prozent am stärksten.

Seit dem Brexit-Votum 2016 warnen britische Hochschulen, die mit US-Elite-Unis wie Harvard und Stanford konkurrieren, vor dem Verlust von EU-Studenten und -Forschungsgeldern. In einem Brief an Politiker und die Regierung warnen Hochschulrektoren vor den Folgen eines ungeordneten Austritts. Dadurch würden Forschungs-Kooperationen in allen Bereichen betroffen. "Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass dies ein akademischer, kultureller und wissenschaftlicher Rückschlag wäre, der erst nach Jahrzehnten aufgeholt werden könnte."

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