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Vorarlberg schuf seit 2014 rund 1.500 Kinderbetreuungsplätze

30.11.2018

Seit Oktober 2014 sind in Vorarlberg 45 neue Kinderbetreuungseinrichtungen mit zusammen 126 Gruppen und 1.500 Plätzen entstanden. Das gab die zuständige Landesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) in einer Zwischenbilanz bekannt. 2019 sollen weitere 20 Gruppen, rund 250 Plätze, dazukommen. Die Betreuungsquote liege bei Unter-Dreijährigen bei 27 Prozent, bei Dreijährigen bei 91 Prozent.

Das Platzangebot habe durch den Ausbau seit 2014 um rund 60 Prozent zugenommen, so Wieflecker. Insgesamt haben nach ihren Angaben mehr als 6.000 Kinder einen Betreuungsplatz in einer der 138 Kinderbetreuungseinrichtungen und 56 Spielgruppen oder bei Tageseltern. Für 2019 seien weitere Verbesserungen geplant, im Landesbudget seien für kommendes Jahr rund 27 Mio. Euro für Kinderbetreuung vorgesehen. Zudem werde ein neues Gesetz für die Elementarpädagogik erarbeitet, in dem Kindergarten und Kinderbetreuung gemeinsam verankert werden sollen, so Wiesflecker.

Fokus auf Ausbildung

Neben dem quantitativen Ausbau lege man den Fokus auch auf die Qualität, etwa die Ausbildung des Personals. Seit Einführung modularer Lehrgänge hätten sich die Teilnehmerzahlen fast verdreifacht. Zu den wichtigsten Erfolgen zählte Wiesflecker die verbesserte Spielgruppenförderung sowie die Gehaltsreform, durch die berufliche Erfahrung, Zusatzqualifikationen sowie Leitungsfunktionen besser vergütet werden können, sowie die verbesserte Anerkennung von Vorbereitungszeiten als Arbeitszeit.

"In den letzten vier Jahren konnten wir in der Kinderbetreuung viel bewegen und das ist gut und wichtig so", erklärte die Landesrätin. Schließlich sei das Kinderbetreuungsangebot für alle Beteiligten von eminenter Bedeutung, etwa für die Frühbildung der Kinder, als Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zur Beschäftigung von Frauen. Zudem habe man die Leistbarkeit des Angebots durch Einführung eines Tarifkorridors und sozialer Staffelung verbessert. "Ziel war es, die Elterntarife landesweit gleich bzw. vergleichbar zu machen", so Wiesflecker. Eine Evaluierung der sozialen Staffelung zeige, dass man dabei richtig vorgegangen sei.

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