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Wissenschaftsminister Faßmann und FHK fordern nachhaltige Stärkung des FH-Sektors

29.10.2018

Im Rahmen der letzten Vorstandssitzung der Österreichischen Fachhochschulkonferenz (FHK) haben Wissenschaftsminister Faßmann und Präsident Ribitsch bekräftigt, dass der Aufbau und die Entwicklung des österreichischen Fachhochschulsektors eine Erfolgsgeschichte ist, die es auch in den nächsten Jahren fortzuschreiben gilt: Daher brauche es eine Stärkung der österreichischen Fachhochschulen, eine noch intensivere Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Industrie und nicht zuletzt eine nachhaltige Finanzierung.

Die Rolle der Fachhochschulen hat sich seit ihrer Gründung 1994 verändert: Beginnend mit 10 Studiengängen und knapp 700 Studierenden hat sich der FH-Sektor in Zahlen zu 450 Studiengängen, über 51.500 Studierenden, knapp 130.000 Absolventinnen und Absolventen, knapp 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Studienjahr 2017/18 an den Fachhochschulen entwickelt. Aber nicht nur die Tatsache, dass auf einen FH-Studienplatz 3 Bewerber/innen kommen, spiegelt den hohen Bedarf an FH-Studienplätzen wider. Die Fachhochschulen haben sich mittlerweile als eine der tragenden Säulen zur Sicherung des Wirtschafts- und Industriestandortes Österreich etabliert. Insbesondere in Zeiten des hohen Bedarfs an Hochschulabsolventinnen und -absolventen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie ist die Stärkung der Fachhochschulen wesentlich.

„Der gemeinsame Austausch der FHK mit Bundesminister Faßmann war äußerst erfreulich und wertvoll. In der Sitzung wurden die Stärkung und positive Weiterentwicklung des Fachhochschul-Sektors klar hervorgehoben. Man war sich einig, dass es jetzt rasch zu konkreten Schritten kommen müsse, die im nächsten Bundesfinanzrahmen und im Entwicklungs- und Finanzierungsplan der Fachhochschulen ihren Niederschlag finden müssen. Die FHK fordert ein Gesamtpaket zur qualitativen und quantitativen Weiterentwicklung der Fachhochschulen, die sich als wichtiger Hochschulpartner in den Regionen etabliert haben. In konkreten Maßnahmen ausgedrückt heißt das Valorisierung der Studienplatzfördersätze um 5% zur Sicherung der Qualität der Lehre und in der Folge einen weiteren Ausbau der Studienplätze sowie Mittel für eine kontinuierliche Forschungsfinanzierung zur Förderung des Innovationstransfers in die Wirtschaft, wodurch die Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen vorangetrieben wird,“ hält FHK-Präsident Ribitsch fest.

„Wir müssen jetzt die Weichen stellen und den Ausbau der Fachhochschul-Studienplätze vorantreiben. Eine Empfehlung, die uns auch die OECD dringend nahelegt“, konstatiert Faßmann. Und dafür gebe es viele gute Argumente. „Vor allem ist die Qualifizierung auf hochschulischem Niveau mit starkem Praxisbezug essentiell für das österreichische Wirtschafts- und Innovationssystem. Insbesondere die Fachhochschulen zeigen ihre Stärken in der Flexibilität des Studienangebots, indem aktuelle und künftige Herausforderungen der Gesellschaft wie die Querschnittsthemen Digitalisierung und Industrie 4.0 proaktiv in die Curricula aufgenommen werden.“ Bezüglich Studienabschlüsse weist der FH-Sektor auch die weitaus höchste Abschlussquote aller Hochschulsektoren auf: Mit einem Anteil von 15% an der Gesamtstudierendenzahl weist der FH-Sektor über 30% aller Abschlüsse vor. „Dieses Potenzial sollten wir nutzen und für die Fachhochschulen jene politischen Rahmenbedingungen schaffen, die diese quantitative und qualitative Weiterentwicklung ermöglichen “, zeigt sich Faßmann überzeugt. Einig sind sich Bundesminister Faßmann und Präsident Ribitsch nicht nur in der Sache, sondern auch in der Vorgehensweise: Nur mit einem gemeinsamen Schulterschluss, der sowohl eine ausreichende Finanzierung für neue FH-Studienplätze als auch eine Basis für eine qualitätsvolle Weiterentwicklung des Studienangebots gewährleistet, könne der FH-Sektor auch weiterhin diesen wesentlichen Beitrag zur Sicherung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Österreich leisten. „Dazu braucht es einen weisen Vorausblick, ein Bekenntnis zu einer ausreichenden Finanzierung und schließlich Mut zu einer Investition in das Gesamtsystem – der Return of Investment für unsere Gesellschaft wird all dem schon in naher Zukunft Recht geben “, lautet der abschließende Appell – von Faßmann an die Wirtschaft und von Ribitsch an die Politik.

Rückfragehinweis:
   Mag. Martha Brinek
   BMBWF
   E-Mail: martha.brinek@bmbwf.gv.at
   Tel: 0664/8383210

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