Kultur & Gesellschaft

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1918/2018 - Demokratie im Kurzfilmformat: Interaktive Schau im MQ

21.03.2018

Anlässlich des 100. Jahrestages der Republiksgründung wird am 22. März die Ausstellung "shaping democracy - the republic in 24 frames per century" im MuseumsQuartier in Wien eröffnet. Acht Themenkomplexe mit je drei Kurzfilmen, die sowohl von österreichischen als auch von internationalen Künstlern stammen, illustrieren das Bild Österreichs - sowohl im Inland als auch im Ausland.

Viele der 24 Kurzfilme, die einen zeitgenössischen Blick auf die Republik und ihren Werdegang werfen, sind preisgekrönt und behandeln ihre Themen auf unterschiedlichste Weise. Da sind zum Beispiel Identität, Erinnerungskultur, die Presse als vierte Gewalt, Migration und Integration sowie das Verhältnis zur Autorität in der Republik. Die Filme sind jedoch nicht als historische Dokumentationen gedacht: Den Kuratoren Daniel Ebner und Doris Bauer, beide vom Kurzfilmfestival "Vienna Independent Shorts" (VIS), geht es vielmehr um den "Blick von heute, der auch nach vorne gerichtet ist."

So behandelt die Regisseurin Veronika Schubert die Rolle des Dialogs als Hauptaspekt von Demokratien in einer Aussagenkollage von Botschaftern und Außenministern in Österreich. Paul Cambrinus thematisiert in seinem Beitrag die Meinungsblase vieler, die sich ihre Informationen hauptsächlich über die immer selben Medien holen und Hubert Sielecki wirft einen Blick auf seine Zusammenarbeit mit der Malerin Maria Lassnig bei seiner Tätigkeit an der Angewandten.

Hauptthema Demokratie

Da Demokratie das Hauptthema ist, zieht sich Partizipation und Mitgestaltung durch die Besucher als roter Faden durch die Ausstellung: In jedem Themenkomplex müssen die Besucher einen von drei Kurzfilmen wählen. Überall sind in Anlehnung an die Stimmabgabe bei Wahlen rote Kreuze zu sehen, die gleichsam als Logo der Ausstellung dienen und sich auch auf den Knöpfen befinden, mit denen die verschiedenen Filme ausgewählt werden. Für Ebner ist bereits dies ein demokratischer Prozess: "Wenn mehrere Besucher unterschiedliche Vorlieben haben, muss diskutiert werden, für welchen Film man sich entscheidet", erläuterte er. Wenn einer der vier bis 19-minütigen Kurzfilme gestartet ist, kann er auch nicht unterbrochen werden.

Die Mitgestaltung und konstante Veränderung äußert sich auch in der architektonischen Aufbereitung des Ausstellungsraumes durch Sascha Koch. Dieser ist auf karge Holzkonstruktionen beschränkt, die einerseits den stetigen Umbau symbolisieren sollen, andererseits die Aufmerksamkeit auf die Inhalte der Ausstellung ziehen - die Filme. Die Themenkomplexe sind darum auch voneinander abgegrenzt, sodass sich die Besucher auf die einzelnen Aspekte konzentrieren können. "Wir wollen keine Galeriesituation schaffen, wo die Leute berieselt werden", erklärte Ebner.

Parallel zur Ausstellung bietet das Museumsquartier ein umfassendes Vermittlungs- und Rahmenprogramm mit Workshops für Schulen, Vorträge, Podiumsdiskussionen und Panels, sowie Kuratorenführungen an.

Service: Ausstellung "shaping democracy - the republic in24 frames per century", 22. März bis 03. Juni im frei_raum Q21 exhibition space, MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien; Di bis So 13-20h. https://www.mqw.at/programm//programmdetail/shaping-democracy-the-republic-in-24-frames-pe

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