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Monika Rosen-Philipp, Chefanalystin im Private Banking der Bank Austria © FH St. Pölten/Mario Ingerle
Monika Rosen-Philipp, Chefanalystin im Private Banking der Bank Austria © FH St. Pölten/Mario Ingerle

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Die Kunst vernetzter Finanzkommunikation

16.05.2017

Letzte Woche fand an der Wiener Börse das 3. österreichische Symposium für Wirtschaft- und Finanzkommunikation des Departments Medien und Wirtschaft der FH St. Pölten statt. Unter dem Motto "Die Kunst der vernetzen Kommunikation" widmete es sich in Praxis- und Forschungsvorträgen der Frage, welche gewollten und ungewollten Wirkungen neue Medien in der Finanzkommunikation entfalten können und worauf es ankommt, damit Unternehmen diese Chancen nicht leichtfertig verspielen.

Neue Medien verändern etablierte Kommunikationsmuster und -strategien. Entsprechend ist es für Kommunikationsexpertinnen und -experten notwendig und relevant, sich mit den Chancen und Risiken, die neue Medien bieten, zeitgerecht auseinanderzusetzen und deren Potential für die Finanzkommunikation zu nutzen.

"Die Einsatzmöglichkeiten sozialer Netzwerke in der Finanzkommunikation sind ebenso vielgestaltig wie die damit verbundenen Risiken", sagt FH-Dozentin und Tagungsorganisatorin Monika Kovarova-Simecek vom Department Medien und Wirtschaft der FH St. Pölten. "Einige Unternehmen, wie z.B. voestalpine oder Polytech, wissen die Chancen der neuen Medien zu nutzen und zeigen uns, dass erfolgreiche Kommunikation keine Frage des Produkts oder der Kommunikationstechnologie ist, sondern einer guten, zielgruppenorientierten Kommunikationsstrategie." Zu einer solchen gehört auch die Gestaltung der Investor Relations (IR) Website.

Studie zu IR-Webseiten österreichischer Unternehmen

Wie eine aktuelle Studie der FH St. Pölten zeigt, finden sich bei den 61 an der Wiener Börse notierenden Unternehmen massive Unterschiede in Bezug auf den Umfang der bereitgestellten Information, die BenutzerInnenfreundlichkeit und die Vernetztheit von IR-Websites. "Vor dem Hintergrund, dass nicht nur harte Zahlen, sondern auch das Design der IR-Website das Vertrauen potentieller Anlegerinnen und Anleger beeinflusst, mag es sich lohnen, der IR-Website entsprechende Aufmerksamkeit zu widmen", sagt Monika Kovarova-Simecek, Autorin der Studie.

Aber nicht nur Unternehmen, sondern auch Börsenmärkte sind neuen Medien gegenüber sehr unterschiedlich eingestellt. Wie bei Unternehmen sehen wir auch bei Börsenmärkten massive Unterschiede bei der Nutzung von Social-Media-Plattformen. Während die New Yorker Börse Twitter offensiv und sehr gut nutzt, sind andere Börsen noch immer sehr verhalten, wenn es um ihre Präsenz in Sozialen Medien geht, wie Monika Rosen, die Chefanalystin der Bank Austria, in ihrem Vortrag dargelegt hat.

Best-Practice zu Financial Education

Neue Medienformate kommen auch im Bereich der Financial Education zum Einsatz. Expertinnen und Experten präsentierten beim Symposium Best-Practice-Beispiele vom ABC der Finanzwelt (Ö1) über das Financial Life Park (FLiP/Erste Bank) oder das Börsenspiel (OÖNachrichten/Raiffeisenbank) bis zum Börsenradio oder Faktencheck der Wiener Börse. Sich mit der Frage zu befassen, wie Finanzwissen am besten vermittelt werden kann, hat auf jeden Fall Sinn, denn "ohne Finanzwissen können wir die Welt von heute nicht verstehen", so Ina Zwerger, Leiterin der Ö1-Redaktion Radiokolleg "Das ABC der Finanzwelt". Und wie Lukas Menkhoff vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigte, hat Financial Literacy durchaus einen positiven Effekt auf das Finanzverhalten.

Blog zum Thema Finanzkommunikation

Alle Präsentationen, einen umfassenden Nachbericht zum Symposium und mehr zum Thema Finanzkommunikation finden Interessierte auf dem Blog der Arbeits- und Forschungsgruppe Financial Communications der FH St. Pölten (https://financial-communications.fhstp.ac.at). Die inhaltlichen Schwerpunkte reichen vom Finanzjournalismus über FinTech bis Investor Relations. Ein Fokus liegt auf Financial Literacy als einer Grundbedingung effektiver Finanzkommunikation. Interessierte können die Aktivitäten der Forschungsgruppe seit kurzem auch auf Twitter verfolgen: https://twitter.com/FinCom_Austria.

Symposium Wirtschafts- und Finanzkommunikation

Das Symposium wird vom Department Medien und Wirtschaft der FH St. Pölten organisiert und findet jährlich statt. Die Veranstaltung richtet sich an Finanzmarkt- und Börsenexpertinnen und -experten, Kommunikations-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, Wirtschafts- und Finanzjournalistinnen und -journalisten, IR- und PR-Expertinnen und -experten, Interessensvertretungen und an alle Interessierten.

Über die Fachhochschule St. Pölten

Die Fachhochschule St. Pölten ist Anbieterin praxisbezogener und leistungsorientierter Hochschulausbildung in den sechs Themengebieten Medien & Wirtschaft, Medien & Digitale Technologien, Informatik & Security, Bahntechnologie & Mobilität, Gesundheit und Soziales. In mittlerweile 17 Studiengängen werden rund 2.880 Studierende betreut. Neben der Lehre widmet sich die FH St. Pölten intensiv der Forschung. Die wissenschaftliche Arbeit erfolgt zu den oben genannten Themen sowie institutsübergreifend und interdisziplinär. Die Studiengänge stehen in stetigem Austausch mit den Instituten, die laufend praxisnahe und anwendungsorientierte Forschungsprojekte entwickeln und umsetzen.

Rückfragehinweis:
Mag. Mark Hammer
Presse und Redaktion 
Marketing und Unternehmenskommunikation
Fachhochschule St. Pölten GmbH
Matthias-Corvinus-Straße 15, A-3100 St. Pölten 
T: +43 (0) 2742 313 228 - 269
M: +43 (0) 676 847 228 269
F: +43 (0) 2742 313 228 - 219
E: mark.hammer@fhstp.ac.at
I: www.fhstp.ac.at
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