Kultur & Gesellschaft

Partnermeldung

Einladung zur Tagung: Zukunft der Jugend in Österreich

14.11.2017

Erwachsen zu werden in unseren modernen, dynamischen Gesellschaften birgt viele Herausforderungen und Chancen, aber auch die Möglichkeit von Enttäuschungen und des Scheiterns. Vom 16. bis zum 18. November 2017 findet an der Uni Innsbruck eine Tagung zum Thema "Jugend - Lebenswelt - Bildung" statt.

"Die Jugend" gibt es nicht. Junge Menschen haben aber beim Erwachsenwerden häufig mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Der Übergang in weiterführende Schulen und in den Beruf muss gemeistert, eigene Lebensentwürfe entwickelt und realisiert und ein selbstverantwortlicher Umgang mit den allgegenwärtigen Medien gelernt werden. Das Entwicklungstempo und der jugendliche Umgang mit den Herausforderungen unterscheiden sich aber deutlich. Jugend ist vielfältig und ihre Ausprägungen und Lebensstile sind nicht zuletzt eine Reaktion auf die unterschiedlichen Voraussetzungen, die Jugendliche mitbringen, die Lebenschancen, die sich ihnen je nach sozialer Lage eröffnen, und die Orientierungen und Werte, die sie vor dem Hintergrund eigener Wünsche und Vorstellungen selbst entwickeln. "Jugendliche bestmöglich auf ihren weiteren Lebens- und Bildungsweg vorzubereiten ist auch aus Sicht der Universität sehr zu begrüßen und bildet zumindest für Studierende die zentrale Aufgabenstellung von Universitäten", so Rektor Tilmann Märk. Die Wissenschaft nimmt im Spannungsfeld jugendlicher Entwicklungsprozesse und Gestaltungsmöglichkeiten eine beobachtende Rolle ein. "Jugendlichen wird in unserer modernen Gesellschaft in hohem Maße die Realisierung eigener Lebensentwürfe zugestanden und gleichzeitig zugemutet. Wir möchten und müssen auch in der Wissenschaft versuchen, sie dabei so gut wie möglich zu unterstützen", sagt Organisator Alfred Berger, Professor am Institut für Erziehungswissenschaft. Um dabei nicht Gefahr zu laufen, aus einer Erwachsenen-Perspektive die vermeintlichen Themen der Jugendlichen zu erforschen und sich an ihren Bedürfnissen vorbei zu orientieren, werden sie immer wieder partizipativ in Forschungsprojekte einbezogen. "Die politische Relevanz der Jugendforschung ist natürlich auch der Tiroler Landesregierung bewusst: Die Jugendpolitik vermag nur dann überzeugende Lösungen anzubieten, wenn sie mit der Realität von Jugendlichen vertraut ist. Erst die Jugendforschung stellt die dafür erforderlichen Daten, Fakten und Zusammenhänge zur Verfügung", betont Landesrat Bernhard Tilg.

Tagung zu Jugendforschung an der Uni Innsbruck

"Der Austausch zwischen den unterschiedlichen Praxisfeldern in Jugendarbeit, Jugendhilfe und Jugendpolitik mit der Wissenschaft ist sicherlich ganz zentral für die zukünftige, vernetzte Arbeit mit Jugendlichen", betont Rektor Märk. Um diese Zusammenarbeit zu intensivieren, haben Berger und seine Kolleginnen und Kollegen eine Tagung initiiert, die vom 16. bis zum 18. November 2017 an der Uni Innsbruck zum Thema "Jugend - Lebenswelt - Bildung" stattfinden wird. Im Zentrum stehen Perspektiven für Jugendforschung in Österreich. "In Österreich gibt es sehr gute Jugendforschung und es besteht der Wunsch, diese stärker zu vernetzen und Perspektiven zu entwickeln, um auch gemeinsame Interessen gegenüber der Jugendpolitik zu vertreten", so Berger. Die Tagung soll deshalb eine Plattform für die Darstellung der vielfältigen Aktivitäten in der österreichischen Jugend- und Jugendhilfeforschung bieten und unter Einbeziehung verschiedener Disziplinen, unterschiedlicher methodischer Zugangsweisen sowie mehrerer inhaltlicher Schwerpunkte zur stärkeren Vernetzung beitragen. Sie richtet sich sowohl an Personen aus der Jugendforschung und aus der Praxis der Jugendarbeit und Jugendhilfe als auch an Vertreterinnen und Vertreter von Jugendpolitik und Jugendbehörden. Den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern liegt vor allem die Kommunikation zwischen Jugendarbeit, Jugendhilfe und Jugendpolitik am Herzen. "Es offenbart sich hier eine hoch engagierte und qualifizierte Forschungslandschaft, die zu einer zukunftsfähigen Weiterentwicklung der österreichischen Gesellschaft beizutragen vermag. Insofern begrüße und unterstütze ich den Fokus dieser Tagung der Universität Innsbruck, gemeinsame Perspektiven für die Jugendforschung in Österreich zu entwickeln", so Landesrat Tilg. Die Folgen einer globalen Weltgesellschaft, die Auswirkungen des demografischen Wandels und die Forderung nach lebenslangem Lernen verlangten in Österreich wie in anderen westlichen Ländern nach differenzierten empirischen Analysen und praktischen Lösungen für die Arbeit mit jungen Menschen. "Das was an Gutem gemacht wird, soll in der Tagung und in einer zukünftigen Zusammenarbeit gebündelt und zusammengeführt werden, damit daraus Neues entwickelt werden kann", schließt Berger.

Einladung zur Tagungseröffnung

Im Rahmen der Tagungseröffnung werden Bundesministerin Sophie Karmasin, Landesrat Bernhard Tilg sowie Rektor Tilmann Märk gemeinsam mit Organisator Alfred Berger vom Institut für Erziehungswissenschaften und Michaela Ralser, Dekanin der Fakultät für Bildungswissenschaften, Begrüßungsworte sprechen. Einzelinterviews sind im Anschluss an die Eröffnung möglich.

Zeit: Donnerstag, 16. November 2017 um 13:00 Uhr

Ort: Kaiser-Leopold-Saal an der Theologischen Fakultät, Karl-Rahner-Platz 3, 2. Obergeschoss

Alle weiteren Informationen zur Tagung sind unter folgendem Link zu finden: https://www.uibk.ac.at/iezw/tagung-jugendforschung/

Rückfragehinweis
Univ.-Prof. Dr. Alfred Berger
Institut für Erziehungswissenschaft
Universität Innsbruck
Telefon: +43 512 507 40059
E-Mail: Fred.Berger@uibk.ac.at
Aussender:
Daniela Pümpel, MA
Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Universität Innsbruck
Telefon: +43 512 507 32020
E-Mail: daniela.puempel@uibk.ac.at
STICHWÖRTER
Tirol  | Veranstaltung  | Universitäten  | Jugend  | Gesellschaft  | Bildung  | Bez. Innsbruck  | Innsbruck  |
Weitere Meldungen Kultur & Gesellschaft
APA
Partnermeldung