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Museum sei "nicht nur ein Ausstellungsort, sondern lebendig" © APA (Fohrer)
Museum sei "nicht nur ein Ausstellungsort, sondern lebendig" © APA (Fohrer)

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Forschungsarbeit lockte Eike Schmidt ins KHM

13.11.2017

Die Forschung am Kunsthistorischen Museum Wien (KHM) war ausschlaggebend für den Wechsel von Uffizien-Direktor Eike Schmidt an das Haus ab der zweiten Hälfte 2019. "Ich habe mich für das KHM entschlossenen, weil dort viel Forschungstätigkeit betrieben wird. Das Museum ist nicht nur ein Ausstellungsort, sondern ist lebendig, dort entdeckt man immer Neues", sagte Schmidt im "Corriere della Sera".

Für Schmidt zählt das KHM mit den Uffizien, dem Louvre und den Vatikanischen Museen zu den wichtigsten Museumseinrichtungen der Welt. Auf die Frage, warum er so vorzeitig seinen Wechsel nach Wien angekündigt habe, antwortete Schmidt in der Mailänder Tageszeitung, dass er korrekt handeln wollte. "Ich mag keine Spielchen. Die italienische Museumsreform sieht den Wechsel von Museumsdirektoren vor und dies im Sinne, dass niemand mehr an einem Sessel kleben soll."

Kunstwerke einfacher zugänglich machen

Die größte Herausforderung für ein zukunftsorientiertes Museum sei die digitale Revolution. "Ich spreche nicht nur von Webseiten und von sozialen Netzwerken. Ich spreche von einer immer breiteren Veröffentlichung des Wissens. Heute gibt es immer noch wissenschaftliche Gemeinschaften, die sich intern Kenntnisse vermitteln, als würde es sich um ein Initiationsritual handeln. Das kann nicht lang funktionieren", meinte Schmidt.

Die große Herausforderung sei heute, einem breiten Publikum Kenntnisse mit Ernsthaftigkeit, aber mit der richtigen Sprache zu vermitteln. Zugleich müsse ein Museum Besuchern Kunstwerke einfacher zugänglich machen. "Es ist nutzlos, eine riesige Sammlung zu haben, wenn die Besucher nur einen Teil davon sehen können", so der gebürtige Deutsche.

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