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Open Innovation: Neue Sichtweisen erhofft © Wikimedia Commons
Open Innovation: Neue Sichtweisen erhofft © Wikimedia Commons

Kooperationsmeldung

Forum Alpbach: Studenten "laufen" Innovations-Marathon auf Adrenalin

26.08.2016

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit dem Wissenschaftsministerium, die redaktionelle Verantwortung liegt bei APA-Science

Mit 24 Stunden Nonstop-Arbeit an einem realen Problem eines Unternehmens "lockt" ab 25. August ein Innovations-Marathon, der im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche stattfindet. Feldbetten gibt es keine, die studentischen Teams "laufen" die lange Strecke auf Adrenalin. Am Tag darauf präsentieren dann die acht vermutlich müden Gruppen ihre Lösungsvorschläge.

Die Kapsch Gruppe, Infineon, KTM, NXP, Siemens, AT&S, AVL und die voestalpine Gruppe haben für die Veranstaltung gemeinsam mit den Organisatoren Aufgabenstellungen erarbeitet, vor denen die Firmen auch tatsächlich stehen. Das erklärte Mario Fallast, der die Veranstaltung für den von den Technischen Universitäten (TU) Wien und Graz sowie der Montanuni Leoben getragenen Verein TU Austria organisiert, im Gespräch mit der APA. Die Unternehmen erhoffen sich neue Sichtweisen auf ihre Fragen von Nicht-Experten - ganz im Sinne des derzeit omnipräsenten "Open Innovation"-Ansatzes.

Die Teams rekrutieren sich aus jungen Alpbach-Stipendiaten. Sie widmen sich etwa der Erstellung eines innovativen Bedienkonzepts für Motorräder, der Konzeption eines App-Stores für Industrieautomatisierung oder einem Mobilitätskonzept für die urbane Zukunft. Wichtig dabei sei, dass in den Gruppen nicht nur Technik-Studenten zu finden sind. "Wir sind überzeugt, dass interdisziplinäre Teams bessere Ergebnisse zusammenbringen", sagte Fallast.

Arbeitsraum und Materialien stehen zur Verfügung

Im Alpbacher Kongresszentrum wird den Teams ein eigener Arbeitsraum inklusive Materialien, aus denen etwa Prototypen gebastelt werden können, zur Verfügung gestellt, denn "das Bauen und schnelle Zeigen der Ideen ist ein wichtiger Aspekt". Der Prozess selbst startet mit einer ausführlichen Problem-Analyse. Als "Coaches" sind auch Unternehmensvertreter dabei. Aufgrund der Dauer und Intensität des Formats - Fallast: "Das sind immerhin in etwa drei reguläre Arbeitstage auf einmal" - habe die Veranstaltung "auch durchaus etwas Sportliches" an sich. Das Erarbeitete wird im Anschluss nicht nur präsentiert und am 26. August von einer hochkarätigen Experten-Runde diskutiert, "die Unternehmen nehmen die Ergebnisse aus dem Prozess mit nach Hause", so der Organisator.

Insgesamt wird so ein Marathon in Österreich nun zum dritten Mal durchgeführt. In Alpbach feiert das Konzept seine Premiere. Seitens der Veranstalter möchte man zeigen, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Studenten und Unternehmen funktionieren kann.

Für die Studenten soll die Erfahrung in einer solchen Situation und das Kennenlernen innerhalb der Teams im Mittelpunkt stehen. Sie könnten aber auch "zu einem sehr frühen Zeitpunkt lernen, was Industrieunternehmen wirklich bewegt. Das kann für die eigene unternehmerische Zukunft der Teilnehmer sehr wichtig sein", zeigte sich der Innovationsexperte Michael Heiss, der für Siemens an der Veranstaltung teilnimmt, in einem Statement überzeugt. Laut Fallast ist der Wettbewerb für Firmen auch eine Rekrutierungsplattform und Ausgangspunkt für weitere Kooperationen.

Der "TU Austria Innovations-Marathon" ist aber nicht der einzige Wettbewerb im Rahmen der heurigen Technologiegespräche: Am 25. August präsentieren beim "Falling Walls Lab Austria" Jungwissenschafter und Unternehmensgründer in jeweils nur drei Minuten ihre Forschungsprojekte oder Businesspläne einer Jury. Dem Gewinner winkt ein Platz im Finale Anfang November in Berlin.

Service: http://go.apa.at/xylfxI05; http://www.falling-walls.com

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