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Besucher am Forschungspfad © APA (Neubauer)
Besucher am Forschungspfad © APA (Neubauer)

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Haifischzahn und Sport-BH: Publikumsmagnet Lange Nacht der Forschung

14.04.2018

Selbst der Schanigarten war keine ernsthafte Konkurrenz: Tausende Menschen nutzten Freitagabend bei in nahezu ganz Österreich strahlendem Wetter die Möglichkeit, hinter die Kulissen wissenschaftlicher Arbeit zu blicken. Bei der Langen Nacht der Forschung bemühten sich rund 6.000 Wissenschafter an über 260 Standorten verständlich und unterhaltsam ihre Forschungsarbeit Jung und Alt zu vermitteln.

Bei ihrer achten Auflage wartete die alle zwei Jahre stattfindende größte Veranstaltung zur Wissenschaftsvermittlung in Österreich mit rund 2.600 Stationen in allen neun Bundesländern auf. Der Andrang etwa am "Forschungspfad" in Wien zwischen Uni-Campus im Alten AKH quer durch die Innenstadt bis zum Maria-Theresien-Platz war von Beginn an groß.

Das Spektrum der Stationen war so groß und vielfältig wie die Wissenschaft: Es reichte von sportwissenschaftlicher Forschung zur Funktionalität schwingungsreduzierender Sportbekleidung über ein paläontologisches Kinderquiz mit Haifischzahn als Preis, Bett-Lectures mit schlafverbessernden Gadgets bis zur Entzifferung unbekannter Schriften gemeinsam mit Iranisten.

"Science Tower" und Audioversum

In Graz war der "Science Tower", ein Zentrum der heimischen Energieforschung, erstmals öffentlich zugänglich, in Innsbruck vermittelte das Audioversum das Konzept des 360-Grad-Hörens. Selbst das Observatorium Sonnblick auf 3.106 Metern Seehöhe konnte man besuchen und musste dafür nicht einmal Bergsteigen, in Salzburg gab's eine Lifeschaltung zum Team am Berg.

Bei der Langen Nacht der Forschung 2016 wurden mehr als 180.000 Besucher verzeichnet. Die Veranstalter - neben Bildungs-, Infrastruktur- und Wirtschaftsministerium auch die Forschungsförderungsgesellschaft FFG und der Forschungsrat - hofften im Vorfeld, heuer die 200.000-Besucher-Marke zu knacken.

Verschiedene Einrichtungen nutzen die Aufmerksamkeit für Wissenschaft und Forschung für ihre Veranstaltungen: Das Wissenschaftsministerium verlieh am Abend die bereits Ende Jänner bekannt gegebenen Auszeichnungen für die "Wissenschaftsbücher des Jahres" in einem Zelt am Wiener Heldenplatz. Dort fand auch das Österreich-Finale des Science-Slams statt, bei dem junge Wissenschafter in sechs Minuten unterhaltsam ihr Forschungsgebiet vorstellten. Im Radiokulturhaus ging das "Falling Walls Lab Austria" über die Bühne. Bei diesem zum dritten Mal stattfindenden Wettbewerb unter der Schirmherrschaft der Alpbacher Technologiegespräche haben junge Forscher aus allen Disziplinen die Chance, in einer dreiminütigen Performance eine Jury von ihren Projekten zu überzeugen.

Abschluss mit "Dance for Science"

Zum Abschluss der Langen Nacht wollten die Universität Wien und das Team des "Science March Vienna" am Uni-Campus im Alten AKH mit dem "Dance for Science" noch ein "Zeichen für einen faktenbasierten Zugang zu den Themen unserer Zeit" setzen. Der "Flashmob" war Teil des zweiten "March for Science", bei dem in weltweit 230 Städten mit Aktionen und Veranstaltungen auf die Bedeutung von Wissenschaft und einer faktenbasierten Politik hingewiesen wird.

Service: http://www.langenachtderforschung.at

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