Kultur & Gesellschaft

Gernot Blümel bei der Eröffnung des hdgö Anfang November 2018 © APA (Herbert Pfarrhofer)
Gernot Blümel bei der Eröffnung des hdgö Anfang November 2018 © APA (Herbert Pfarrhofer)

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Haus der Geschichte: Expertenteam zur Weiterentwicklung eingesetzt

04.01.2019

Ein fünfköpfiges Expertenteam soll ein Konzept für die Zukunft des Anfang November 2018 eröffneten Hauses der Geschichte (hdgö) entwickeln. Die Namen der Mitglieder hat Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) bekanntgegeben. Diese sollen die Eröffnungsausstellung des hdgö evaluieren und sich mit seiner Weiterentwicklung beschäftigen, vor allem der geplanten Heranführung an das Parlament.

Das mit der Konzepterstellung beauftragte Expertenteam setzt sich zusammen aus Barbara Glück (Leiterin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen), Hans Walter Hütter (Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des hdgö), Constanze Itzel (Museumsleiterin des Hauses der Europäischen Geschichte in Brüssel), Hannah M. Lessing (Generalsekretärin des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus) und Hans-Peter Wipplinger (museologischer Direktor des Leopold Museums), wie es nun in einer Aussendung hieß. Noch im Jänner soll eine erste Sitzung mit Blümel, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) und hdgö-Direktorin Monika Sommer stattfinden. "Vor dem Sommer" soll dann das Ergebnis der Evaluierung und darauf basierend ein "detailliertes Konzept zur Weiterentwicklung" vorliegen.

Hdgö soll stärker an Parlament angebunden werden

Die Eckpfeiler der geplanten Weiterentwicklung haben Blümel, Sobotka und Sommer bereits vor der Eröffnung der Eröffnungsausstellung Ende 2018 abgesteckt: Unter anderem soll das hdgö aus dem Verband der Österreichischen Nationalbibliothek herausgelöst und stärker an das Parlament angebunden werden - immerhin solle "die Interpretation der jüngeren Zeitgeschichte (...) auf einem möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens aufbauen", wie Blümel betont. Unter dem teils umstrittenen Arbeitstitel "Haus der Republik" solle die Institution außerdem "durch Eigenständigkeit eine klare Aufwertung erfahren".

Auch die Frage des Standorts soll bei der Evaluierung durch die Expertengruppe "eine relevante Rolle spielen", wie es auf Anfrage der APA hieß. Ob es hier ebenfalls bis zum Sommer eine Entscheidung geben wird, ist allerdings noch nicht klar. Derzeit ist das Geschichtsmuseum in der Neuen Burg untergebracht.

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