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In Ägypten soll ein "Museum religiöser Toleranz" entstehen

30.07.2018

In Ägypten soll ein "Museum der religiösen Toleranz" entstehen. Entsprechende Pläne kündigte laut Kathpress der Minister für Altertümer, Khaled Anany, an. Das Museum soll Exponate aus frühägyptischer Zeit sowie der islamischen, koptischen und jüdischen Zivilisationen zeigen und voraussichtlich in der neuen administrativen Hauptstadt des Landes, 40 Kilometer östlich von Kairo entstehen.

Das Museum solle zeigen, wie das Zusammenspiel von Ägyptens integrativer Kultur mit den islamischen Lehren der Toleranz den Grund für eine blühende Religionsvielfalt geschaffen habe. Derzeit berate ein Gremium aus den Direktoren des Kairoer Ägyptischen Museums und des Islamischen Museums sowie einem früheren Minister für Altertümer über die Auswahl der Exponate.

Schätzungen zufolge sind rund 90 Prozent der etwa 97 Millionen Ägypter Muslime, die Mehrheit von ihnen gehört dem sunnitischen Islam an. Die ägyptischen Christen stellen rund 10 Prozent der Bevölkerung und sind größtenteils koptisch-orthodox. Schiiten, Bahai, Buddhisten, Hindus und Juden stellen jeweils weniger als 0,1 Prozent der Bevölkerung.

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