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Konfessions-Studie: Differenzen zu Mitgliederzahlen wegen Methode

04.08.2017

Die Studie "Demographie und Religion in Österreich" weist erhebliche Differenzen zu den offiziellen Mitgliederzahlen mancher Religionsgemeinschaften auf. So gab es laut offizieller Kirchenstatistik im vergangenen Jahr 5,16 Mio. Katholiken in Österreich. Die Studie spricht hingegen von 5,56. Autorin Anne Goujon erklärte gegenüber der APA die Differenz damit, dass es sich um Prognosen handle.

Auch die Zahl der Protestanten in Österreich entspricht in der Studie nicht den Eigenangaben der evangelischen Kirche, die 302.964 Mitglieder aufweist. Die Studienautoren gingen für den selben Zeitraum von 412.423 aus. Und auch die Bevölkerungszahl Österreichs, die laut Statistik Austria im vergangenen Jahr durchschnittlich 8,74 Mio. betrug wird in der Studie mit 8,66 Mio. anders angegeben.

Studienleiterin Goujon erklärte, dass es sich bei der Erhebung der Zahlen mittels Schätzung - hier auf Basis der Volkszählung 2001 - um eine gängige demografische Methode handle, um methodisch konsistent zu bleiben. Nur so sei es auch möglich, Prognosen für die kommenden Jahre abzugeben. Zudem gehe man auch davon aus, dass sich Personen einer Religion zugehörig fühlen können, sich aber nicht deklarierten.

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