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Die Ausgrabungen von Ephesos sind durch Klimaänderungen bedroht © APA (Zöhrer)
Die Ausgrabungen von Ephesos sind durch Klimaänderungen bedroht © APA (Zöhrer)

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Projekt zum Schutz von Kulturdenkmälern vor Naturgefahren

06.11.2018

Viele europäische Kulturdenkmäler könnten durch Naturgefahren beschädigt werden. Das internationale Projekt STORM ermittelt nun mit Beteiligung der ZAMG das Gefährdungspotenzial und die möglichen Maßnahmen für einzelne Standorte, wie zum Beispiel die Ausgrabungen von Ephesos in der Türkei und die Diokletiansthermen in Rom, hieß es in einer Aussendung.

STORM steht für Safeguarding Cultural Heritage through Technical and Organisational Resources Management. Österreichs Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) berechnet für das internationale Projekt die Bedrohung durch extreme Wetterereignisse und Änderungen des Klimas. Ziel ist der bessere Schutz des Kulturerbes vor Naturgefahren. "Dabei geht es nicht nur um spektakuläre Wetterereignisse, wie Stürme und extreme Regenmengen, sondern auch um eher unscheinbare Änderungen der Temperatur", erklärte ZAMG-Klimaforscherin Rosmarie de Wit. Zum Beispiel wurde für Mellor Mill, eine Baumwollspinnerei aus dem 18. Jahrhundert bei Manchester in England, die Frostgefährdung in den nächsten Jahrzehnten berechnet.

Basierend auf den ZAMG-Daten ermitteln die Projektpartner das Gefährdungsrisiko des jeweiligen Europäischen Kulturerbe-Standorts und erstellen Gefährdungskarten. Daraus werden wiederum gemeinsam mit den Betreibern der Standorte konkrete Maßnahmen zum langfristigen Schutz vor Verwitterung erarbeitet sowie kurzfristige Maßnahmen bei Extremwetter, wie zum Beispiel die Sicherung von Ausgrabungs- und Sanierungsbereichen mit vielen Aufbauten und Gerüsten, ergriffen.

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