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Zeitungsausschnitt (Neues Österreich, 21. November 1959) © Archiv der Zeitgenossen
Zeitungsausschnitt (Neues Österreich, 21. November 1959) © Archiv der Zeitgenossen

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SKANDAL! ZeitzeugInnen über ein "unerhörtes" Konzert

11.05.2017

Friedrich und Gertraud Cerha erinnern sich gemeinsam mit Kurt Schwertsik an die turbulente österreichische Erstaufführung des Klavierkonzerts von John Cage 1959 im Wiener Konzerthaus, das heftige Publikumsreaktionen ausgelöst hatte und zum Skandal wurde. Hörproben und Bildmaterial begleiten das von Gundula Wilscher moderierte Rückblende-Gespräch am Archiv der Zeitgenossen.

"Wenn das der Mozart hätt' erleben müssen..." - so lautete eine der zahlreichen Schlagzeilen nach der österreichischen Erstaufführung des Klavierkonzerts des amerikanischen Komponisten John Cage im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses. Das im doppelten Sinne "unerhörte" Konzert, bei dem sich die MusikerInnen des Ensembles "die reihe" mit ihren Musik- und Geräuschinstrumenten auch unter die Zuschauer gemischt hatten und neben ungewohnten Klängen auch minutenlange Stille zum Besten gaben, löste bei Teilen des Wiener Konzertpublikums heftige Protestbekundungen aus.

Drei Hauptakteure berichten

Der österreichische Komponist und Hornist Kurt Schwertsik dirigierte damals das Ensemble "die reihe", das er gemeinsam mit Friedrich Cerha ein Jahr zuvor gegründet hatte und in dem Cerhas Frau Gertraud als Cembalistin mitwirkte. 58 Jahre später berichten nun die Akteure, wie sie selbst das "Skandal-Konzert" erlebt haben. Moderiert wird das Gespräch von der Musikwissenschaftlerin Gundula Wilscher von der Donau-Universität Krems. Begleitet wird die Veranstaltung zudem von Bild- und Tonmaterial aus dem Archiv der Zeitgenossen, das unter anderem die umfangreichen Vorlässe von Friedrich Cerha und Kurt Schwertsik sowie das Archiv des Ensembles "die reihe" beherbergt.

Rückblende-Gespräch

SKANDAL!

Mit Gertraud Cerha, Friedrich Cerha und Kurt Schwertsik

Moderation: Gundula Wilscher

Datum: 24.05.2017, 19:00 Uhr

Ort: Archiv der Zeitgenossen, Campus Krems

Eintritt frei. Aufgrund limitierter Platzanzahl ist eine Anmeldung bis 17. Mai 2017 unter +43 (0)2732 893-2573 oder beatrix.vigne@donau-uni.ac.at erforderlich. Abholung der Zählkarten bis spätestens 20 Minuten vor der Veranstaltung.

Weitere Informationen: www.archivderzeitgenossen.at

Rückfragehinweis:
MMag. Gundula Wilscher
Archiv der Zeitgenossen - Sammlung künstlerischer Vor- und Nachlässe
Donau-Universität Krems
Tel. +43 (0)2732 893-2579
gundula.wilscher@donau-uni.ac.at
www.archivderzeitgenossen.at
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