Kultur & Gesellschaft

Kooperationsmeldung

Soziale Innovation als Managementansatz

03.10.2017

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit dem ZSI

ZSI-Geschäftsführer Mag. Wolfgang Michalek diskutierte im Rahmen des CSR-Circles am 26. September zu "Sozialen Innovationen als Managementansatz". Seine Botschaft "Die grundlegenden Herausforderungen unserer Zeit wie z.B. demografischer Wandel oder Urbanisierung wird man über Technik allein nicht lösen können - da braucht es zusätzlich soziale Innovationen. Damit die möglich werden braucht es Raum für Kreativität in Unternehmen."

Wirtschaft geht auch anders - wenn auch nicht einfacher. Das zeigten die Gäste des CSR-Circle - Andreas Ahamer von TELE Haase, Silvia Lydia Jölli von heidenspass, Hannah Lux, Vollpension Generationencafé und Wolfgang Michalek, Zentrum für Soziale Innovationen.

2016 wurden die sogenannten SDGs - Sustainable Development Goals - verabschiedet, die eine nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene vorantreiben sollen. Als ein wichtiges Werkzeug auf diesem Weg werden immer öfter Soziale Innovationen genannt, deren vielfältige Ausformung und Wirkungsbereiche einen wesentlichen Beitrag leisten können. Das klingt alles ganz wunderbar. Nur, was heißt das jetzt genau?

Wolfgang Michalek, Managing Director Zentrum für Soziale Innovationen: "Alle Innovationen sind sozial relevant. Ob CSR, Diversity, Bürgerbeteiligung bis hin zum bedingungslosen Grundeinkommen." Die wichtigste soziale Innovation sind aus seiner Sicht die Menschenrechte. Die grundlegenden Herausforderungen unserer Zeit wie z.B. demografischer Wandel oder Urbanisierung werde man über Technik allein nicht lösen können - da brauche es zusätzlich soziale Innovationen. Damit die möglich werden braucht es Raum für Kreativität in Unternehmen.

Silvia Lydia Jölli, Geschäftsführerin heidenspass: "Es ist verdammt schwer soziales Engagement und wirtschaftlichen Erfolg unter einen Hut zu bringen." heidenspass bietet 100 Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit zu arbeiten. Der Zugang ist absolut niederschwellig, gleichzeitig liegt die Entscheidung, ob die jungen Menschen arbeiten zu 100 % bei ihnen selbst. Derzeit werden 30 % der Mittel selbst erwirtschaftet; Ziel ist, das auf 50 % zu erhöhen.

Hannah Lux, Geschäftsführerin Vollpension Generationencafé GmbH: "Es ist schon schwierig in Österreich als KMU wirtschaftlich erfolgreich zu sein; als Social Business ist es noch einmal schwieriger". In der Vollpension gibt's die beste Mehlspeise - kein Wunder ist es doch "Omas öffentliches Wohnzimmer". Einsamkeit und Arbeit sind die zentralen Probleme von alten Menschen in Wien. Die Arbeit in der Vollpension hilft den Omas und Opas vom Dienst auf beiden Ebenen. Jetzt soll die Vollpension ausgeweitet werden. Das Team ist auf der Suche nach einem zweiten Standort in Wien und bastelt an einem Franchise System.

Andreas Ahamer, TELE Haase Steuergeräte GmbH: "Bei TELE Hasse werden Steuergeräte hergestellt, die niemand kennt, aber jeder braucht - sie sind Bestandteil von Wind- und Wasserkraftwerken, in der Gebäudetechnik, in Seilbahnen oder industriellen Fertigungslinien. Das Unternehmen lief vor ein paar Jahren nicht besonders gut - das externe Management funktionierte nicht wirklich, der Eigentümer wollte die Managementfunktion nicht übernehmen. Also übernahmen die MitarbeiterInnen die Steuerungsaufgaben, schafften alle Hierarchieebenen ab und führten ein Prozessmanagement ein. Motto: Jeden Tag die Welt ein Stück besser machen. Oberste Leitformel: Innovation und Nachhaltigkeit führen automatisch zu Erfolg. Heute steht das Unternehmen auch wirtschaftlich wieder gut da."

Quelle: ZSI - Centre for Social Innovation

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