Kultur & Gesellschaft

APA

Städtetag - Digitalisierung als zentrales Thema

17.05.2017

In Zell am See hat am Mittwoch der 67. Städtetag begonnen. Im Mittelpunkt der Gespräche wird das Thema Digitalisierung stehen. "Das ist nicht irgendein Spleen von uns, das hat Auswirkungen auf das Leben jedes einzelnen Bürgers", sagte Wiens Bürgermeister und Städtebund-Präsident Michael Häupl (SPÖ) bei der Auftakt-Pressekonferenz.

Auch die bundespolitischen Turbulenzen sind in Zell am See Thema, wenn auch nur am Rande. "Auf der Agenda des Zusatzprogramms der Bundesregierung stehen einige Themen, die für Städte von besonderem Interesse sind. Wir hoffen, dass diese Punkte noch umgesetzt werden", sagte Häupl. Er nannte vor allem das kommunale Investitionsprogramm. Ihm persönlich als Wiener Bürgermeister sei auch die Beschäftigungsaktion für über 50-jährige Langzeitarbeitslose und eine sozialpartnerschaftliche Lösung für einen Mindestlohn besonders wichtig, so Häupl.

Gewaltige Veränderungen

Zum Hauptthema des dreitägigen Treffens mit mehr als 1.000 Teilnehmern meinte Häupl: "Ich sehe die Schwierigkeiten, aber auch die Chancen der Digitalisierung. Sie wird unser Leben gewaltig verändern." Für die Städte seien bei diesem Thema vor allem der Punkt E-Government sowie die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die Bildung und den Handel von Bedeutung. Der Bregenzer Bürgermeister und Vizepräsident des Städtebundes, Markus Linhart (ÖVP), sagte: "Eine Stadt funktioniert nur dann, wenn der Einzelhandel funktioniert. Im Thema Online-Handel sehe ich unter dem Strich eine große Chance für die Städte."

Am Städtetag ebenfalls besprochen werden die Umsetzung des Finanzausgleichs und die Entwicklung im Bildungsbereich. Am Arbeitskreis zum Thema Schule am Donnerstag wird auch Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) teilnehmen. Die Verknüpfung der Themen Bildung und Digitalisierung ist Häupl ein besonderes Anliegen. "Wir müssen den digitalen Analphabetismus bekämpfen. Der hat nichts mit dem Alter zu tun und betrifft auch Junge", sagte der Städtebund-Präsident.

In der SORA-Studie "Städtebarometer 2017" wurde auch nach der Digitalisierung gefragt. Eine absolute Mehrheit (51 Prozent) sieht gleichermaßen Chancen wie Risiken. Für 27 Prozent überwiegen die Chancen, für 19 Prozent die Risiken. Die Zufriedenheit mit der Lebensqualität stieg zum Vorjahr auf hohem Niveau leicht von 86 auf 88 Prozent. Bereits beschlossen haben die Städte, dass der Städtetag 2018 in Feldkirch und 2019 in Rust stattfindet.

Weitere Meldungen Kultur & Gesellschaft
APA
Partnermeldung