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Wissenschaftspreis für Soziale Arbeit verliehen © FH St. Pölten/Alice Thörisch
Wissenschaftspreis für Soziale Arbeit verliehen © FH St. Pölten/Alice Thörisch

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Tagung, Preise und Erklärung zur Sozialen Arbeit

03.04.2017

Die Österreichische Gesellschaft für Soziale Arbeit (ogsa) hat von 27. bis 28.3.2017 mit 200 TeilnehmerInnen aus Praxis und Wissenschaft der Sozialen Arbeit in St. Pölten getagt. Neben Fragen der Wissenschaft und Forschung in der Sozialen Arbeit wurden auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen diskutiert und ein Wissenschaftspreis verliehen - unter anderem an FH-Dozentin Michaela Moser.

Die Keynotes bei der Tagung hielten Nikolaus Dimmel von der Universität Salzburg zu Inklusionspostulaten, Knappheitsverwaltung und Exklusionsmanagement in der Sozialen Arbeit sowie Brigitta Zierer von der FH Campus Wien zu Anspruchsdilemmata in der Sozialen Arbeit aus der Sicht verschiedener StakeholderInnen. "Organisationen im sozialen Sektor unterliegen aktuell einem Wettbewerbs- und Kostendruck. Von der Sozialen Arbeit wird erwartet, dass sie ihre Wirkung gegenüber verschiedenen Anspruchsgruppen (z. B. Fördergeberinnen und Fördergebern) nachweist. Das verändert die berufliche Praxis von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern", sagt Zierer.

Bei Posterpräsentationen, sieben Panels und einem Plenumsvortrag stellten WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen auf der Tagung ihre feld- und fachspezifischen Projekte vor. Am zweiten Tag trafen sich Arbeitsgemeinschaften der ogsa zu den Themen Schulsozialarbeit, Promotionsförderung, Kindheit & Jugend, Klinische Soziale Arbeit, Sozialer Raum, Altern & Soziale Arbeit, Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft, Case Management, Theorie und Wissenschaft sowie Zwangskontext.

"An zahlreichen Hochschulstandorten in Österreich wird Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu Fragen der Sozialen Arbeit betrieben. Das ist auch nötig für die fachliche Weiterentwicklung dieses rasch wachsenden Sektors. Es freut mich sehr, dass die dritte Tagung der fachwissenschaftlichen Gesellschaft an der FH St. Pölten stattgefunden hat", erklärt Peter Pantuček-Eisenbacher, Leiter des Department Soziales an der FH St. Pölten und Präsident der ogsa.

Erklärung zur Sozialen Arbeit

Die ogsa weist in einer auf der Tagung verabschiedeten Erklärung auf die prekäre Situation der SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen in Österreich hin. Und während der Bedarf an Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern steige, stagniere die Zahl der Ausbildungsplätze an den Fachhochschulen, so die ogsa in ihrer Erklärung.

Die ogsa fordert daher die Aufstockung der öffentlichen Ausgaben für akademische Forschung und Ausbildung im Bereich der Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Vor allem die Lage der Menschen mit den niedrigsten Einkommen habe sich in den letzten Jahren verschlechtert, so die ogsa in ihrer Erklärung.

Wissenschaftspreis

Zum ersten Mal wurde im Rahmen der ogsaTAGUNG der 1. Wissenschaftspreis für Soziale Arbeit verliehen. Das Online-Journal "soziales_kapital" hatte den mit 3.500.- Euro dotierten Preis ausgeschrieben. Die besten der eingereichten Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen aus dem Bereich der Sozialen Arbeit wurden ausgezeichnet. Prämiert wurde auch ein von FH-Dozentin Michaela Moser und Soziologe Michael Wrentschur publizierter Beitrag zum Empowerment von benachteiligten Jugendlichen. In der Jury waren Waltraud Grillitsch, Marc Diebäcker und Gertraud Pantucek.

Die PreisträgerInnen:

 Bachelorarbeit: Theresa Wagner, "Effekte von kurzen Jugendhaftstrafen aus Sicht der biopsychosozialen Theorie",

 Masterarbeit: Tina Füchslbauer, "Über die Schwierigkeit, nicht rassistisch zu sein. Ein - und Ausschlüsse in der Migrantinnen*beratung und Möglichkeiten feministischen und rassismuskritischen Arbeitens",

 Publikation zu Sozialer Arbeit / Fachbeitrag: Michael Wrentschur / Michaela Moser,"'Stop: Now we are speaking!'A creative and dissident approach of empowering disadvantaged young people", Publiziert in International Social Work 2014, Vol. 57(4) 398-410,

 Dissertationen: Iris Kohlfürst, "Die moralische Landschaft der Sozialen Arbeit - eine empirische Analyse der Umsetzung von Werten und Normen im beruflichen Alltag", und Marie-Therese Sagl, "Soziale Nachhaltigkeit und architektonische Gestaltung. Eine Analyse zum Einfluss baulicher Strukturen auf soziale Ressourcen im Wohnbau am Beispiel von sieben Grazer Stadtquartieren".

Die ogsa-TAGUNG 2017 ist eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Soziale Arbeit (ogsa) in Kooperation mit dem Department Soziales der Fachhochschule St. Pölten.

Österreichische Gesellschaft für Soziale Arbeit (ogsa)

www.ogsa.at

Über die Fachhochschule St. Pölten

Die Fachhochschule St. Pölten ist Anbieterin praxisbezogener und leistungsorientierter Hochschulausbildung in den sechs Themengebieten Medien & Wirtschaft, Medien & Digitale Technologien, Informatik & Security, Bahntechnologie & Mobilität, Gesundheit und Soziales. In mittlerweile 17 Studiengängen werden rund 2.880 Studierende betreut. Neben der Lehre widmet sich die FH St. Pölten intensiv der Forschung. Die wissenschaftliche Arbeit erfolgt zu den oben genannten Themen sowie institutsübergreifend und interdisziplinär. Die Studiengänge stehen in stetigem Austausch mit den Instituten, die laufend praxisnahe und anwendungsorientierte Forschungsprojekte entwickeln und umsetzen.

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