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Seit Anfang April untersuchen Forschungstaucher die Siedlung Weyregg II © Kuratorium Pfahlbau
Seit Anfang April untersuchen Forschungstaucher die Siedlung Weyregg II © Kuratorium Pfahlbau

APA

Unterwasserarchäologie im Attersee erstmals als Livestream

19.04.2017

Erstmals wird Unterwasserarchäologie im Attersee in Oberösterreich per Livestream übertragen. Die Zuschauer können ein Forscherteam bei seinen Grabungsarbeiten in einer 5.000 Jahre alten Pfahlbausiedlung beobachten, wie die Österreichischen Bundesforste als Bewirtschafter des Sees in einer Presseaussendung informierten.

Im Attersee befinden sich über 20 Reste von Dörfern aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit. Drei von ihnen gehören zum internationalen UNESCO-Welterbe der prähistorischen Pfahlbauten. Seit Anfang April untersuchen Forschungstaucher die Siedlung "Weyregg II". Bis 5. Mai entnehmen sie Bohrproben, bergen Objekte wie Hölzer und Keramikfragmente und fertigen mittels Videos, Fotos und Zeichnungen eine genaue Dokumentation des Befundes an. Ziel ist die genaue zeitliche Bestimmung der Siedlung, außerdem soll herausgefunden werden, wie und wozu sie genutzt wurde.

Erstmals werden diese Arbeiten per Livestream übertragen. Dafür wurde eine Kamera in unmittelbarer Nähe zur Fundstätte etwa drei Meter unter der Wasseroberfläche installiert. Sie zeigt die Grabungsarbeiten des Tauchteams vormittags und nachmittags. Damit soll die Grabung zumindest optisch uneingeschränkt öffentlich zugänglich gemacht werden. Begleitet wird sie von einem umfangreichen und kostenfreien Rahmenprogramm mit Vorträgen, Ausstellungen und Führungen. Das vom Land Oberösterreich finanzierte Projekt zählt zu den Vorarbeiten für die Landesausstellung 2020 zum Thema "Pfahlbauten" in Seewalchen, Attersee und Mondsee.

Service: Livestream und Programm unter www.pfahlbauten.at/unterwasserwochen

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