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"Vienna Open Lab": Zehn Jahre Molekularbiologie zum Mitmachen

19.09.2016

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit dem Wissenschaftsministerium, die redaktionelle Verantwortung liegt bei APA-Science

Seit zehn Jahren können im "Vienna Open Lab" Schüler und Erwachsene ihren Forscherdrang stillen. 55.000 Besucher haben bisher in dem molekularbiologischen Mitmachlabor am Vienna Biocenter in Wien-Landstraße DNA aus Zwiebeln extrahiert oder ihre eigene Erbsubstanz analysiert. Nun wird mit Bildungsministerin Sonja Hammerschmid und Bürgermeister Michael Häupl (beide SPÖ) gefeiert.

Die Idee für ein offenes Labor wurde im Vorstand des Vereins "Dialog Gentechnik" nach US-Vorbild geboren, sagte die Leiterin des "Vienna Open Lab", Karin Garber, gegenüber der APA. Der Verein, der mittlerweile "Open Science" heißt, ist nach wie vor Träger des Mitmachlabors. Dieses fand auf Initiative von IMBA-Chef Josef Penninger seine Heimat in dem damals neu eröffneten Gebäude des Instituts für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der Akademie der Wissenschaften am Vienna Biocenter.

Nach rund zwei Jahren Probebetrieb wurden ab 2006 acht Kursthemen angeboten. Mittlerweile können Besucher bereits aus 19 verschiedenen Kursen wählen, 2014 wurde angesichts erschöpfter Raumkapazitäten ein zweites Labor eröffnet. Drei Vollzeit- und zwei Teilzeitmitarbeiter sowie im Schnitt 24 Tutoren pro Monat betreuen die Aktivitäten.

Über ein Viertel Individualbesucher

Auch wenn mehr als die Hälfte der Besucher auf Schulklassen entfallen, versteht sich die Einrichtung nicht als "Schülerlabor", sondern will bewusst die allgemeine Bevölkerung ansprechen. Offensichtlich mit Erfolg, wie der Anteil von über einem Viertel Individualbesuchern zeigt. Der könnte mit der geplanten neuen Initiative steigen, Kurse für Familien anzubieten.

Neben den regulären Kursen bietet das offene Labor Kleinkinderpraktika, Fortbildungsseminare für Lehrer, Summer Science Camps und ist auch bei zahlreichen Veranstaltungen wie dem Wiener Forschungsfest oder der Langen Nacht der Forschung mit Mitmachstationen anzutreffen. Dort wurden in den vergangenen zehn Jahren weitere 23.000 Personen erreicht. Mittlerweile gibt es Spin-offs an der Uni Graz (seit 2008) und an der Fachhochschule Wels (2011).

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