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Jury kürt Schauterrarium von US-Künstler Mark Dion zum Sieger © APA (OTS/Mark Dion)
Jury kürt Schauterrarium von US-Künstler Mark Dion zum Sieger © APA (OTS/Mark Dion)

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Wettbewerb für Kunstprojekt am Biozentrum Wien entschieden

18.12.2018

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) finanziert über ihr Kunstprogramm "BIG ART" ein Projekt am neuen Biologiezentrum der Universität Wien in St. Marx. Vor wenigen Tagen fällte eine achtköpfige Experten-Jury unter dem Vorsitz von Architekt Klaus-Jürgen Bauer die Entscheidung im geladenen Kunstwettbewerb. Als Sieger geht der international sehr erfolgreiche und bekannte Künstler Mark Dion aus den USA hervor. Sein geplantes Werk ist ein etwa 13 Meter langes, zwischen 1,5 und drei Meter breites sowie rund zwei Meter hohes Schauterrarium (Vivarium), das im Foyer des derzeit in Bau befindlichen Biologiezentrums errichtet wird.

"Als Eigentümer von 207 Universitäts- und 408 Schulliegenschaften trägt die BIG große Verantwortung für die österreichische Bildungs-Infrastruktur. Neben den funktionalen Anforderungen an ein Gebäude sowie ökologischen und ökonomischen Kriterien spielt die soziale Komponente eine wichtige Rolle. Insbesondere im Bildungssegment gilt es Raum für Inspiration, Begegnung und Innovation zu schaffen. Dazu haben wir im Jahr 2005 die Kunstinitiative BIG ART gegründet und seither knapp vier Millionen Euro in neue Kunstprojekte im öffentlichen Raum investiert. Das Werk von Mark Dion illustriert auf eindrucksvolle Weise die Prinzipien von Leben, Tod und Evolution. Es steht symbolisch für den Forschungsgegenstand und hat das Potenzial zum Emblem des Standorts zu werden", sagt Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der BIG.

Für die Universität Wien bedeutet der Bau des Biologiezentrums in St. Marx, dass die lebenswissenschaftliche Forschung und Lehre weiterhin zukunftsorientiert auf international wettbewerbsfähigem Niveau stattfinden können. "Die WissenschafterInnen der Universität Wien und die Studierenden beziehen ein modernes Gebäude, das mit seinen offenen Kommunikationsbereichen den wissenschaftlichen Austausch fördert und mit einem Vivarium im Foyer künstlerische Inspiration gibt, die auch zur sozialen Interaktion beitragen wird", sagt Regina Hitzenberger, Vizerektorin der Universität Wien.

Es geht um Leben und Tod

Das Vivarium ist eine Art Gewächshaus. Darin stellt Mark Dion den Stamm eines auf dem Baufeld des Biozentrums gefällten Baumes aus. Laut Interpretation des Künstlers werde der Baum damit vom Ökosystem Baustelle ins universitäre Forschungsfeld transferiert, um eine Verbindung zwischen Innen und Außen, zwischen Vergangenheit des städtebaulichen Umfelds und Gegenwart der wissenschaftlichen Einrichtung zu schaffen. Der Baum ist zugleich tot und lebendig – nicht mehr Natur als vielmehr Repräsentation von Natur. Aus dem natürlichen Kontext herausgerissen, haben sich bereits Moos und andere Bodenvegetationen am Baumkadaver angesiedelt. Das in sich geschlossene Ökosystem im Glashaus erlaubt den visuellen Zugang zu dem langsamen Prozess der Zersetzung und Transmutation, der durch die stets gleichbleibenden klimatischen Bedingungen extrem verzögert vor sich geht. Abbildungen potenzieller Bewohner – Bakterien, Pilze, Flechten, Pflanzen und Insekten – zieren weiße Fliesen, die auf den Betonsockel der Pflanzenwanne angebracht werden. Der fortwährende Zerfall des Baumes und seine Erneuerung kennzeichnen die Natur als ein komplexes System von Zyklen und Prozessen und fördern das Verständnis von den Prinzipien des Lebens und der Evolution.

"... it shows that, despite all of our technology and money, when we destroy a natural system, it's virtually impossible to get it back", sagt Mark Dion.

BIG ART – Kunst & Bau

Mit der Gründung der Kunstinitiative BIG ART im Jahr 2005 hat die BIG ihre Kunstaktivitäten neu aufgestellt. Ziel ist Kunst an jene Orte zu bringen, wo möglichst viele Menschen in guter Architektur studieren, arbeiten und lernen und wo die Kunst von der Planung eines Bauprojektes an als Teil des Gesamtkonzepts mitgedacht wird. Seit Bestehen von BIG ART wurden österreichweit 32 temporäre oder permanente Kunstwerke an 23 Standorten realisiert und knapp vier Millionen Euro investiert. Parallel dazu kümmert sich BIG ART um die Instandhaltung und Restauration bestehender Kunstwerke auf den Liegenschaften des BIG Konzerns.

Mehr Informationen zum Neubau des Biologiezentrums finden Sie hier.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
   Mag. Ernst Eichinger, MBA, MRICS 
   Pressesprecher BIG 
   Tel.: +43 5 0244 1350 
   Mobil: +43 664 807451350 
   ernst.eichinger@big.at
   www.big.at
   
   Mag. Alexandra Frey
   Pressesprecherin
   Universität Wien
   1010 Wien, Universitätsring 1
   T +43-1-4277-175 33
   M +43-664-60277-175 33
   alexandra.frey@univie.ac.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1568/aom

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