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"Wiener Hofburg" ist Ortsname des Jahres

17.02.2017

Die "Wiener Hofburg" im Zentrum der Bundeshauptstadt wurde zum österreichischen Ortsnamen des Jahres 2016 gewählt. Ausschlaggebend sei die fast ein Jahr lang dauernde Wahl des Bundespräsidenten gewesen, dessen Amtssitz sich in der Hofburg befindet, begründete die aus Expert/innen verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen zusammengesetzte Arbeitsgemeinschaft für Kartographische Ortsnamenkunde (AKO), ihre Entscheidung. "Das lange Rennen um die Hofburg hat die Debatte im vergangenen Jahr maßgeblich bestimmt und die innenpolitische Landschaft verändert", so die Jury: "Kaum ein anderer Ort in Österreich hat 2016 eine solch große und anhaltende öffentliche Aufmerksamkeit im Inland wie auch im Ausland erfahren."

Die Wahl eines österreichischen Ortsnamens des Jahres wurde 2017 bereits zum zweiten Mal abgehalten. Die AKO möchte damit die Bedeutung geographischer Bezeichnungen stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken. "Denn Ortsnamen markieren nicht nur geographische Objekte und dienen der Orientierung, sie sind auch mächtige Symbole und bringen Werteinstellungen und politische Strömungen zum Ausdruck", so der Vorsitzende der AKO, Peter Jordan. Unter Ortsnamen werden dabei nicht nur Bezeichnungen von Ortschaften, sondern Namen aller ortsgebundenen Objekte verstanden, also auch von Gebäuden wie der Hofburg.

Neben dem Geographen Jordan beteiligten sich an der Wahl unter anderem der Germanist Peter Ernst, die Linguist/innen Heinz-Dieter Pohl, Isolde Hausner, Marietta Calderón-Tichy und Thomas Lindner, die Ethnologin Martina Piko-Rustia, der Historiker Gernot Obersteiner sowie der Geograph Helmut Wohlschlägl.

Die AKO ist als Teil der Österreichischen Geographischen Gesellschaft mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) verbunden. Sie versteht sich als Koordinationsgremium aller in Österreich mit geographischen Namen befassten Dienststellen des Bundes und der Länder sowie der zuständigen wissenschaftlichen Institutionen und der Privatkartographie. Das Ziel der AKO ist die Förderung der Standardisierung der geographischen Namen Österreichs im Sinne der Empfehlungen der Vereinten Nationen.

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