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Zivilgesellschaft: Weiblich, soziale Aufsteigerin und geprägt von Erfahrungen mit Krieg und Flucht

04.12.2017

Wer waren jene Menschen, die sich im Sommer 2015 organisiert haben, um geflüchtete Menschen in Österreich zu unterstützen? Unter anderem dieser Frage widmet sich die Erhebung „Zivilgesellschaft – Wer ist das?“, die vom Forschungsinstitut Zivilgesellschaft (FiZ) durchgeführt wurde. „Mit 72,4 Prozent ist die deutliche Mehrheit jener Personen, die den Fragebogen ausgefüllt haben, weiblich“, betont Dr. Andrea Schaffar vom FiZ, eine von fünf StudienautorInnen. „Besonders interessant ist, dass mehr als die Hälfte der Befragten angeben, sie selbst oder ihnen nahestehende Menschen hätten Erfahrungen mit Krieg oder Flucht gemacht“, so Schaffar.

Öffentliche Vorurteile und Zuschreibungen relativieren

Die Ergebnisse, die anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts 2017 veröffentlicht werden, basieren auf 1.500 vollständig ausgefüllten Fragebögen. „Auch das FiZ entstand aufgrund der Ereignisse des Jahres 2015. Mit der Studie wollen wir der Zivilgesellschaft Wissen über sich selbst zurückgeben und öffentliche Vorurteile und Zuschreibungen relativieren“, erklärt Dr. Andrea Schaffar. Mit 35,8 Prozent engagiert sich die relative Mehrheit der Befragten einmal pro Woche ehrenamtlich. „Viele der zivilgesellschaftlich Engagierten waren schon vor den Flüchtlingsbewegungen nach dem Sommer 2015 aktiv. Wenn auch in unterschiedlicher Intensität, blieben sie auch danach ein aktiver Teil zivilgesellschaftlicher Initiativen“, so Schaffar. Von wesentlicher Bedeutung bei der Organisation zivilgesellschaftlichen Engagements ist die Vernetzung mittels Sozialen Medien. Rund 80 Prozent der Befragten gaben an, diese im Zusammenhang mit den Flüchtlingsbewegungen der Jahre 2015/16 verwendet zu haben.

Akademie der Zivilgesellschaft sorgt für Aus- und Weiterbildung

Als ein Fazit der Erhebung empfehlen die StudienautorInnen, Weiterbildungen mit Schwerpunkt Selbstorganisation sowie zur Vermittlung der dafür notwendigen medialen Kompetenzen auszubauen. „Genau an diesem Punkt setzen die Wiener Volkshochschulen mit der 2016 gegründeten Akademie der Zivilgesellschaft an. Bei uns erhalten Interessierte das nötige Know-how, um ihr eigenes ehrenamtliches Projekt zu starten oder zu verfeinern“, erklärt Akademie-Direktorin Brigitte Pabst. Fast fünfzig ehrenamtliche Projekte wurden seit Start der Akademie im Frühjahr 2016 bereits initiiert, Studierende zählen dabei genauso zu den AbsolventInnen wie UnternehmerInnen oder PensionistInnen. Im Februar 2018 startet der bereits achte Lehrgang der Akademie der Zivilgesellschaft.

Studienpräsentation am 5. Dezember 2017

Die Studie „Zivilgesellschaft – Wer ist das?“ wird anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts am 5. Dezember 2017 im Rahmen einer Veranstaltung in der VHS Wiener Urania präsentiert (Beginn 15 Uhr, Anmeldung unter zivilgesellschaft@vhs.at). Alle Informationen zum Forschungsinstitut Zivilgesellschaft bzw. zur Akademie der Zivilgesellschaft erhalten Sie unter http://fiz.ac.at bzw. www.zivilgesellschaft.wien.

Rückfragehinweis:
Mag. Philipp Schneider
Akademie der Zivilgesellschaft
Tel.: 01/89 174-100182
Mobil: 0699/189 17 763
E-Mail: philipp.schneider@vhs.at
www.zivilgesellschaft.wien

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/174/aom

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